Handball, 3. Liga Nord-West

Zweiter Saisonsieg der SGSH wird von einer Verletzung überschattet

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Eine Spielertraube und Physiotherapeut Marvin Schreyer bei David Bleckmann: Der Rückraum-Akteur der Dragons schied in der zweiten Hälfte mit einer Knieverletzung aus.

Schalksmühle - Am Ende stand der zweite Saisonsieg im zweiten Spiel, doch der wurde für Handball-Drittligist SGSH Dragons überschattet vom verletzungsbedingten Ausscheiden von David Bleckmann, der sich bei einer Abwehraktion das Knie verdrehte. „Das sieht nicht gut aus“, stellte der Sportliche Leiter, Axel Vormann, nach dem Schlusspfiff fest.

Da war es fast Nebensache, dass der 23:22 (12:9)-Sieg vor nur 96 Zuschauern gegen den HSV Hannover am Ende am seidenen Faden gehangen hatte. „Das war das hässlichste Spiel, das ich seit langem gesehen habe“, konstatierte Mark Schmetz nach dem Zittersieg, „trotzdem muss es nicht so eng werden, wenn wir unsere Chancen in den letzten zehn Minuten nutzen, dann gewinnen wir locker mit vier oder fünf Toren.“

So indes war die SGSH auf der Zielgeraden trotz einer 19:13-Führung nach 47 Minuten von den Paraden des am Ende ganz starken Julian Borchert abhängig - sonst hätten die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt die Partie tatsächlich noch gedreht. Der HSV - er hatte unterm Strich drei Siebenmeter verworfen und auch viel Pech mit Aluminium-Treffern gehabt. „Wir haben uns heute oft selbst im Weg gestanden“, stellte Gästecoach Robin John fest, gratulierte der SGSH trotzdem fair: „Das ist eine top besetzte Mannschaft, die diesmal einfach ein bisschen cleverer war…“

Die SGSH hatte zu Beginn schnell 4:0 und 6:2 geführt, weil die Gäste die 3:2:1-Deckung mit dem siebten Feldspieler hatten widerlegen wollen und sich dabei direkt zwei Empty-net-Goals einfingen. Es sah nach einem Spaziergang aus, doch weil die linke Abwehrseite in der Folge nicht mehr funktionierte gegen den Hünen Max Berthold, musste die SGSH mitansehen, wie der HSV die Partie beim 7:8 gedreht hatte (17.). Mark Schmetz reagierte, beorderte Tobias Schetters auf die Halbposition gegen Berthold - zur Pause war die SGSH beim 12:9 wieder auf Kurs.

Nach dem Wechsel sah in einem Spiel, das durch viele Zeitstrafen sehr zerfahren war, für die SGSH bis zum 17:11 (44.) alles gut aus. Dann ereignete sich jene folgenreiche unglückliche Aktion, als David Sauß in einer 1:1-Aktion zur Mitte durchbrach und David Bleckmann daneben stand und von Sauß unglücklich am Knie getroffen wurde. Bleckmann blieb schmerzverzerrt liegen - nichts ging mehr. Die Diagnose stand indes nach dem Spiel noch aus.

Lukas Hüller erlöst die Gastgeber 

Bis zum 19:13 (47.) hielt die SGSH den Sechs-Tore-Vorsprung, doch der HSV gab nicht auf. Nach dem ersten Fehlwurf des an diesem Abend überragenden Moritz Frenzel (11/5) bröckelte in der Folge der Vorsprung. Die SGSH nutzte ihre Chancen nicht mehr, die Gäste drückten mit Sauß und Berthold aufs Tempo. Beim 21:19 (55.) waren sie wieder im Spiel. 

Es folgte die große Zeit des Julian Borchert - doch trotz seiner Paraden gelang Sebastian Czok 90 Sekunden vor dem Ende das 22:21. Die SGSH spielte danach die Uhr herunter, Mark Schmetz nahm 25 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Weil Zeitspiel angezeigt war, musste der Gastgeber danach den schnellen Abschluss suchen - Lukas Hüller übernahm die Verantwortung und traf zum 23:21. Das letzte Tor des Tages spielte so keine Rolle mehr - die Punkte waren für die Dragons im Sack.

Beste SGSH-Werfer: Frenzel (11/5), Hüller (3) - beste HSV-Werfer: Berthold (6), Schenker (6/3)

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