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2:10-Fehlstart: Dragons im Derby gegen Ex-Trainer Neff zweiter Sieger

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Von: Thomas Machatzke

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Selten kamen die SGSH-Werfer so frei wie hier Natko Merhar zum Wurf. © Wesley Baankreis

Halver - Nur 600 Zuschauer sahen am Samstagabend an der Halveraner Mühlenstraße einen 26:21 (12:8)-Sieg des VfL Eintracht Hagen im Drittliga-Derby bei den SGSH Dragons. Die Gastgeber brachten sich mit einem katastrophalen Start um alle Chancen, Ex-SGSH-Trainer Stefan Neff war der Triumphator des Abends.

Elf Minuten und 37 Sekunden dauerte es, bis die SGSH in diesem Derby zu ihrem ersten Tor kam: Fabian Hecker erzielte es. Es war der Treffer zum 1:6 nach einer Startphase, in der beim Gast fast alles klappte, bei den Dragons dagegen fast nichts. Die 6:0-Abwehr der Hagener arbeitete wie ein Uhrwerk, die Dragons liefen sich fest, gewannen kaum Zweikämpfe und scheiterten zudem, wenn sie einmal frei waren, am guten Tobias Mahncke.

Richtig gut im Spiel war bei der SGSH lediglich Keeper Julian Borchert, der erst Schlimmeres verhinderte und dann auch nach dem 2:10 (20.) und 3:11 (23.) gemeinsam mit Kapitän und Antreiber Alexandre Brüning maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Hausherren sich bis zur Pause wieder anpirschten. Die Hagener haderten nun mit dem einen oder anderen unglücklichen Pfiff, die Dragons trafen in Überzahl  zuverlässiger und waren beim 8:12 zur Pause fast wieder im Spiel. Gefühlt waren die Hagener in diesem Durchgang deutlicher das bessere Team gewesen.

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Vier Treffer im linken Rückraum: Christopher Klasmann. © Wesley Baankreis

Nach der Pause brachte Mark Dragunski im rechten Rückraum direkt Neuzugang Brian Gipperich, der auch gleich mehrere starke Szenen hatte. Beim 15:17 war die SGSH erstmals auf Schlagdistanz in einer Partie, die nun echte Derby-Merkmale aufwies (43.). Die Eintracht konterte über den starken Lux und Schmidt zum 16:21 (48.). Doch noch war die Messe nicht gelesen.

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Die erste von drei Zeitstrafen auf dem Weg zur Roten Karte: Tilman Pröhl. © Wesley Baankreis

Bei der SGSH sorgten nun Spannekrebs, Hüller und Gipperich im Rückraum für Tempo, setzte Schetters auf der Außenbahn Akzente. Er war es auch, der nach 54 Minuten zum 20:22 traf. Als dann Pröhl, der sich im Zweikampf mit Hüller nach dem Ball warf, die äußerst fragwürdige dritte Zeitstrafe bekam und damit die Rote Karte sah (55:34), Stefan Neff zudem verwarnt wurde, hätte die Partie kippen können. Doch nun übernahm in Unterzahl Jan-Lars Gaubatz beim Gast Verantwortung und erwischte Schetters und Vukas zweimal auf dem falschen Fuß. So war die SGSH-Hoffnung dahin, zog Hagen bis zum 21:26-Endstand davon.

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Stefan Neff in seinem Element: Gerade in der ersten Halbzeit lief es für den Ex-SGSH-Coach und seine Eintracht fast perfekt. © Wesley Baankreis

„Wir haben auch in den engen Phasen immer die richtigen Antworten gehabt und letztlich im Stile einer Spitzenmannschaft gewonnen“, stellte Eintracht-Coach Stefan Neff nach dem Spiel fest und machte aus einer gewissen Genugtuung kein Hehl. 

Mark Dragunski betonte nach den 60 Minuten das Positive. „Wir haben den Start verschlafen, uns da gar nicht schlau angestellt“, sagte er, „aber in der zweiten Halbzeit hat das Team eine Reaktion gezeigt. Das war ganz wichtig. Da waren wir auf Augenhöhe. Trotzdem ist der Hagener Sieg natürlich verdient.“

Beste SGSH-Werfer: Schetters (5), Klasmann (4), Brüning (3), Frenzel (3/2) - beste VfL-Werfer: Schmidt (7/2), Lux (4), Gaubatz (4), Brand (3)

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