Handball, 3. Liga Nord-West

SGSH Dragons überwintern erneut auf dem zweiten Tabellenplatz

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Voller Körpereinsatz: Die Dragons-Spieler machen sich am Freitagabend vor dem Anpfiff des Derby in Menden heiß aufs Spiel. Mit einer phasenweise starken Leistung setzte sich das SGSH-Rumpfteam in der Kreissporthalle verdient 24:21 durch und überwintert als Tabellenzweiter.

Schalksmühle – Ein Siebenmetertor von Lukas Becher in der allerletzten Sekunde bescherte den HC Rhein Vikings am Samstagabend gegen den TuS Spenge einen 26:25-Heimsieg und den SGSH Dragons damit zum Weihnachtsfest den zweiten Tabellenplatz.

Wie vor zwölf Monaten „überwintern“ die Handballer aus Halver und Schalksmühle in der 3. Liga Nord-West als erster Verfolger eines Überfliegers. Der 24:21-Sieg im letzten Spiel des Jahres bei der SG Menden Sauerland Wölfe am Freitagabend kam dabei angesichts von fünf Ausfällen und logistischen Problemen bei der Anreise (der SGSH-Bulli mit einigen Spielern kam nach Umwegen erst gegen 19.05 Uhr in Menden an) zwar unter besonderen Umständen zu Stande. 

Unterm Strich aber wird der Erfolg beim Schlusslicht wohl in der Rubrik „Arbeitssieg“ abgeheftet in einem Derby ohne die ganz großen Nickligkeiten. Im Gegenteil: Am Ende war man sogar sehr nett zueinander. SGSH-Trainer Mark Dragunski lobte ein phasenweise erschreckend schwaches Wölfe-Team für einen tollen Kampfgeist. Micky Reiners fand Mark Dragunski „viel zu nett“. 

„In den ersten 20 Minuten war das von uns schon nah an katastrophal“, bekannte Reiners enttäuscht und nannte den SGSH-Sieg am späten Freitagabend hochverdient und zu knapp. „’Drago’ hat ja am Ende seine Krabbelgruppe aufs Feld geschickt und uns Ergebniskosmetik gestattet“, sagte Reiners augenzwinkernd mit Blick auf die Einsatzzeiten für die A-Junioren Börner und Schnepper sowie Wiggershaus aus der Reserve in den letzten Minuten. 

Eine Bemerkung, die der SGSH-Anhang im Foyer nicht so prima fand. So gab es hier doch noch ein paar Misstöne auf der Zielgeraden des Jahres an einem Abend in der Mendener Kreissporthalle, an dem das SGSH-Rumpfteam trotz einiger Nachlässigkeiten (Dragunski: „Das ärgert mich, dass wir da den Gegner immer wieder aufbauen...“) eine phasenweise sogar ziemlich beeindruckende Leistung auf die Platte gebracht hatte. 

Bis zum 3. Januar hat die Mannschaft nun eine Zeit ohne Handball – Zeit zum Regenerieren nach 17 Spielen seit Ende August. „Das haben sich die Jungs verdient, und danach bereiten wir uns konzentriert auf Nordhemmern vor“, sagt Co-Trainer Hans-Peter Müller. Am 11. Januar geht es mit einem Heimspiel gegen den Neuling weiter. Nach der Einheit am 3. Januar wird das Team auch am Samstag, 4. Januar, eine Einheit absolvieren, Testspiele sind vor der Saisonfortsetzung nicht in Planung.

Saisonzäsur: SGSH Dragons mit zweitbester Heimbilanz der Liga

17 Spieltage sind in der 3. Liga Nord-West absolviert und damit schon zwei Spieltage der Rückserie. Die Weihnachtspause bedeutet indes die erste Zäsur im bisherigen Saisonverlauf. Eine Pause, während der die SGSH Dragons wie vor einem Jahr Tabellenzweiter sind. 

Basis dieses Abschneidens war die gute Heimbilanz der Dragons: Zu Hause ist das Team noch ungeschlagen, weist mit 16:2 Punkten eine starke Bilanz auf (Punktverluste gegen Aurich und Wilhelmshaven). Besser war daheim nur der Spitzenreiter aus Wilhelmshaven (18:0 Punkte). Zum Vergleich: Nachbar VfL Eintracht Hagen verlor zu Hause schon dreimal (Bilanz: 12:6). 

Auswärts lief es für die SGSH Dragons dagegen schlechter. Hier stehen nur 8:8 Punkte zu Buche, in der Auswärtstabelle ist das Dragons-Team nach 17 Spieltagen nur Fünfter. Besser waren auswärts Wilhelmshaven (13:3), Spenge (12:6), Hagen (11:5) und das Team HandbALL Lippe II (9:7). 

Als Tabellenzweiter hat die SGSH (24:10) sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Wilhelmshaven (31:3). So groß ist der Abstand zwischen den Topteams in keiner anderen Staffel. Im Süden liegt Fürstenfeldbruck (30:4) fünf Punkte vor Pfullingen (25:9), in der Mitte Großwallstadt (27:7) drei Punkte vor Leutershausen (24:10), im Nord-Osten Dessau (32:2) zwei Punkte vor Rostock (30:4).

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