Handball, 3. Liga Nord-West

SGSH spielt Derby-Grand ohne Fünf und gewinnt trotzdem

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Starke Flügelzange: Moritz Frenzel traf in Menden achtmal für die SGSH, Jan König auf der anderen Seite ebenfalls.

Menden - Die SGSH Dragons trotzten am Samstagabend der Personalnot und entschieden vor knapp 300 Zuschauern in der Mendener Kreissporthalle das MK-Derby bei der SG Menden Sauerland Wölfe 30:25 (17:13) für sich, verteidigten damit mit nun 6:0 Punkten ihre blütenweiße Weste in der 3. Liga Nord-West.

Im Nordkreis musste Trainer Mark Schmetz neben David Bleckmann (Innenbandanriss im Knie) und Kai Bekston (Rückenprobleme) auch Florian Diehl (Bauchmuskelzerrung) und Natko Merhar (krank) ersetzen. So hatte der Niederländer nur acht gesunde Drittliga-Feldspieler dabei, dazu mit Christopher Börner und Nico Jannack zwei Youngster. Dass Philipp Dommermuth nach einem rüden Foul gegen Christian Klein schon nach sechs Minuten die Rote Karte sah, vergrößerte die personelle Malaise weiter.

Doch mitunter sind es die besonderen Situationen, die besondere Leistungen zu Tage fördern. Der Restkader machte ein starkes Spiel - zum Teil in völlig ungewohnten Rollen. Tobias Schetters rückte vorne an den Kreis und hinten in die Abwehrmitte und erledigte beide Aufgaben mit Bravour. Jan König ersetzte Schetters auf der linken Außenbahn und avancierte mit acht Treffern neben Moritz Frenzel (8/1) zum besten SGSH-Werfer.

Das 17:13 für den Gast zur Pause war hochverdient. Allerdings hatten die Mendener auch sehr unterdurchschnittliche 30 Minuten gespielt. Gegen die sehr defensive 6:0-Abwehr der Dragons war Maurice Meurer ihre einzige Waffe gewesen, die sie viel zu selten in Position gebracht hatten. Die 6:0-Abwehr der Wölfe war zudem zahnlos gewesen - die Lücken riesengroß. Die SGSH hatte da leichtes Spiel gehabt.

Die zweite Halbzeit sollte aber noch richtiges Derbyfeuer bringen. Die Wölfe kämpften nun wie Löwen. Die 5:1-Abwehr mit dem schnellen Dominik Flor auf der vorgezogenen Position schmeckte der SGSH nicht gut. Dazu kam, dass die Gäste nun häufiger in Unterzahl spielten. Beim 19:20 (41.) waren die Mendener wieder dran. Nun verwarf Jonas Schulte einen Siebenmeter und verpasste das 20:20.

Die SGSH schlug mit ihrer Flügelzange, die weiter traumhaft sicher traf gegen den Schalksmühler Luca Jannack im Wölfe-Tor, bis zum 21:24 (47.) zurück. Das war noch kein Ruhekissen, doch die Gastgeber, die häufig in Gleichzahl den siebten Feldspieler einstreuten, trafen in der Offensive weiter zu oft die falschen Entscheidungen. Bis zum 25:27 (58., Meurer) blieb die Partie gleichwohl Spitz auf Knopf - dann aber machten Borchert mit seinen Paraden, König, Hüller und Schetters zum 25:30 alles klar.

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