Handball

„Die Spielfreude nehmen“

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„Cool bleiben“, lautet die Devise für Christopher Klasmann und die SGSH Dragons, wenn es am frühen Samstagabend zum um einen Zähler schlechter gestellten Tabellensechsten Longericher SC nach Köln geht.

Schalksmühle - Die SGSH Dragons wollen nach der Niederlage beim OHV Aurich zurück in die Erfolgsspur. Am Samstag tritt die Mannschaft um Trainer Mark Dragunski beim Longericher SC, Team des Ex-SGSH-Spielers Basti Lux, an.

Wenn es bei Handball-Drittligist SGSH Dragons darum geht, im Vorfeld einer Partie den kommenden Gegner videotechnisch zu sezieren, dann ist Hans-Peter Müller gefragt. Der Co-Trainer gilt als der Analysespezialist im Team, benennt Stärken des Kontrahenten, deckt Schwächen auf. Im Vorfeld der Partie beim Longericher SC (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle am Heinrich-Mann-Gymnasium in Köln) hat Müller besonders viel zu tun. 

Es schwingt eine Menge Respekt mit in der Stimme des Mannes, den alle nur „HaPe“ nennen, wenn er über den Tabellensechsten spricht, der nach einem schwarzen SGSH-Wochenende (Niederlage in Aurich, Abzug der Punkte aus dem Nordhemmern-Spiel) nur noch einen Zähler hinter den Dragons rangiert. „Das ist schon eine richtig gute Mannschaft“, sagt Müller, „vor allem natürlich in eigener Halle.“ Die Fähigkeit, eine komplette Halle zu emotionalisieren, ist einer jener Faktoren, die in Köln besonders schwer wiegen. Zwar steht dem LSC sein gewohnter „Hexenkessel“, die enge Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule, aufgrund von Sanierungsarbeiten weiterhin nicht zur Verfügung, doch auch im Ausweichquartier, dem nur 1,7 Kilometer entfernt gelegenen Heinrich-Mann-Gymnasium am Fühlinger Weg, wissen die Kölner die Fans wie ein Mann hinter sich. „Da müssen wir cool bleiben“, sagt Hans-Peter Müller und verweist auf das Spiel in Aurich, als genau das in der entscheidenden Phase der Partie eben nicht gelungen ist. Unvorbereitete Abschlüsse, einfache Fehler und ruckzuck ist eine vermeintlich komfortable Führung Vergangenheit: „Damit machst Du eine Halle wach, das haben wir in Aurich vorgemacht“, benennt Müller Fehler, die zu vermeiden sind am Samstag. 

Denn: Der LSC stellt eine homogene Truppe mit einer Reihe von Spielern, denen Müller bei seinem Videozusammenschnitt Zeit einräumt. Ob Simon Schlösser, Lukas Schulz, dem Ex-Ferndorfer Kreisläufer Bennet Johnen, Marian Dahlke oder dem Motivationskünstler zwischen den Pfosten, Valentin Inzenhofer: Die Dragons werden am Samstag eine Menge zu tun bekommen und vieles gut machen müssen, wenn sie zwei Zähler aus dem Rheinland heim ins Sauerland bringen wollen. „Wir müssen ihnen die Spielfreude nehmen“, gibt Müller die Richtung vor, „nicht zu offensiv in der Abwehr, nicht zu defensiv, aber immer aggressiv.“ 

Klare Vorstellungen also, die das Trainerteam an die Mannschaft übermittelt. Wohlwisssend, dass es letztlich „nur“ noch um Tabellenkosmetik geht. „Wilhelmshaven ist durch“, stößt Müller ins gleiche Horn wie vor Wochenfrist auch Chefcoach Mark Dragunski. „Schade ist nur, dass niemand Planungssicherheit hat, weil der WHV in der Relegation ja noch scheitern kann.“ Was mit Blick auf die kommende Saison für alle ambitionierten Drittligisten keine gute Nachricht wäre. 

Stichwort Personal: Am Samstag steht der Kader der Vorwoche auf dem Spielbericht, wobei Dominik Spannekrebs und Cedric Geitmann möglicherweise ihr Comeback feiern werden.

SGSH Dragons: Borchert, Vukas – Frenzel, Klasmann, Diehl, Tubic, Schetters, Merhar, Brüning, Hüller, Hecker, Spannekrebs, Geitmann

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