Handball, 3. Liga Nord-West

"Zur Halle des Reichenbach-Gymnasiums sind es zwei Kilometer..."

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Hans-Peter Müller heuert beim Landesligisten in Voerde an.

Schalksmühle – Zum Wochenstart hat Handball-Drittligist SGSH Dragons am Montagabend das Training ausgelassen. Der verletzten und angeschlagenen Spieler zu viele. So durfte das Personal am Löh aus dem Internet erfahren, wohin es den SGSH-Co-Trainer in der Zukunft ziehen wird.

Hans-Peter Müller wird im Sommer den Landesligisten TG Voerde übernehmen. Zurück zu den Wurzeln. „Es muss Ende der 80er-Jahre gewesen sein, als ich schon mal in Voerde gearbeitet habe, wir waren damals gerade nach Ennepetal gezogen“, erinnert sich Müller an sein Engagement beim damaligen Bezirksligisten. Voerde – das passt für den Pensionär, der die Belastung seiner Frau zu Liebe deutlich zurückfahren will, gut. 

„Es sind von uns zu Hause zwei Kilometer bis zur Halle des Reichenbach-Gymnasiums“, sagt der 66-Jährige, „ich hatte ja gleich gesagt, dass es ganz ohne Handball nicht gehen wird. Ich habe durch die Zeit in Hagen und bei den Dragons so viele neue Ideen in mir, die ich nun den jungen und ehrgeizigen Spielern in Voerde weitergeben möchte.“ 

TG-Abteilungsleiter Werner Tweer, noch so ein Dauerbrenner der Handballregion, hatte Müller angesprochen, weil der aktuelle TG-Coach Kalla Paukstadt nur noch bis zum Sommer arbeiten möchte. So passte eines zum anderen. Neben der 1. Mannschaft soll Müller in Voerde dann auch einen Blick auf die anderen Trainer des Vereins und den Jugendbereich haben. 

Aktuell indes schaut Müller auf die SGSH und mithin aufs Jahresausklang-Derby am Freitagabend in der Mendener Kreissporthalle. „Wir gehen auf dem Zahnfleisch, sehnen uns nach einer Pause“, sagt Müller, will aber vorher mit dem Team noch zwei Punkte vom Tabellenletzten mitnehmen.“ Ganz gut sieht es mit Blick aufs Menden-Spiel bei Christopher Klasmann aus, der bereits am Sonntag Entwarnung gegeben hat. Klasmann war am Samstag gegen Minden II umgeknickt, der Fuß am Sonntag zwar noch etwas geschwollen, doch der Führende der Torschützenliste ist guter Dinge, dass es bis zum Freitag reichen wird. 

Derweil wird Cedric Geitmann ebenso wie David Bleckmann und Dominik Spannekrebs weiter fehlen. Geitmann war am Freitag im Einsatz für die Reserve auf die Hand gefallen. Ein MRT des Daumens war am Montag nicht möglich, weil die Hand noch zu geschwollen war. So stecken die Ärzte den Daumen wieder in einer Gipsschiene – neuer MRT-Termin am nächsten Montag. In Menden gehört Geitmann zu den Zuschauern. 

Trainerwechsel bei der HSG Krefeld

Geitmanns Kreisläufer-Vorgänger bei den Dragons, Dominic Luciano, wird sich derweil dieser Tage auf einen neuen Trainer einstellen müssen. Die HSG Krefeld hat sich am Montag vom Isländer Arnar Gunnarsson getrennt. Gunnarsson war erst im Sommer als Nachfolger von Ronny Rogawska verpflichtet worden. Die Bilanz des letztjährigen SGSH-Rivalen im Titelkampf ist niederschmetternd: Erst zwei Pluspunkte hat das Team geholt und steht vor der Rückkehr in die Drittklassigkeit. Am Wochenende hatte die HSG daheim 18:28 gegen Mitaufsteiger HSG Konstanz verloren. Übernehmen werden in Krefeld erst einmal Co-Trainer Felix Linden und Kapitän Tim Gentges, der Sportliche Leiter Stefan Nippes, der zuletzt angesichts der Personalnot selbst wieder im Tor aktiv geworden war, sucht aber einen neuen Mann für die zweite Saisonhälfte. 

Profivertrag für Fynn Hangstein

Beim SGSH-Liga-Rivalen Team HandbALL Lippe II hat man derweil dieser Tage mit Fynn Hangstein einen jungen Spieler mit einem Profivertrag für das Bundesliga-Team des TBV Lemgo ausgestattet. Hangstein also dürfte der 3. Liga auch auf Sicht verloren gehen. Dafür bleibt Maik Schneider der Liga zumindest erstmal erhalten. Der Linkshänder-Routinier hatte beim Leichlinger TV ja eigentlich nur bis zur Winterpause zugesagt. Schneider aber will dem Verein nun auch in der Rückserie helfen, das knifflige Unternehmen Klassenerhalt erfolgreich zu gestalten. Fürs Hepp-Team ein vorweihnachtlicher Mutmacher in schwierigen Zeiten.

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