Handball, 3. Liga Nord-West

Trainerteam der Dragons reist über Kiel nach Aurich

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Kroatisches Duell auf der Außenbahn: SGSH-Linksaußen Natko Merhar (links) und OHV-Rechtsaußen Josip Crnic im Hinspiel. Am Sonntag sehen sie sich wieder.

Schalksmühle – Wenn am Sonntag um 17 Uhr die SGSH Dragons in der 3. Liga Nord-West auf der weitesten Reise der Spielzeit in der schmucken Sparkassen-Arena, einer der schönsten Sportstätten der Liga, beim OHV Aurich gastieren, dann werden die Spieler und Fans zwar eine 305-Kilometer-Anfahrt hinter sich haben. Fürs Trainerteam indes wartet vorher eine noch längere Tour.

Mark Dragunski, Matthias Reckzeh, Hans-Peter Müller und auch A-Jugend-Coach Maciej Dmytruszynski nehmen vom Freitag bis zum Sonntag an einer Trainer-Fortbildung des Deutschen Handball-Bundes (Referent: u.a. Klaus-Dieter Petersen) in Kiel teil. Von Kiel aus geht es am Sonntag dann einmal quer durch den Norden der Republik 340 Kilometer weit nach Aurich. 

„Das passte diesmal einfach ganz gut mit der Fortbildung“, sagt Mark Dragunski und freut sich auf die neuen Ideen, die das Trainer-Quartett der Dragons an der Ostsee einsammeln möchte. Für den Ostfriesland-Trip seiner Schützlinge hat derlei freilich auch Änderungen in der Trainingswoche mit sich gebracht: Trainiert wurde ausnahmsweise am Mittwoch, dafür hat Dragunski dem Team am Freitag freigegeben. Gut ausgeruht dürften die Dragons also sein nach zwei Ruhetagen zwischen dem Abschlusstraining am Donnerstag und dem Spieltag. 

Sportlich ist die Aufgabe in Aurich durchaus knifflig. Das Hinspiel – die erste Partie nach der Ära Stefan Neff und noch ohne Mark Dragunski als Cheftrainer – endete am Löh mit einem 23:23. Es war der erste Punktverlust der Saison, ein unerwarteter. Zu Hause ist der Aufsteiger tendenziell noch stärker einzuschätzen, ist mit 13:3 Zählern die drittbeste Heim-Mannschaft der Liga, besser waren da nur Wilhelmshaven (18:0) und die Dragons (18:2). Nur gegen Spenge verlor das Blacha-Team bisher in der Sparkassen-Arena. Trotzdem ist der sechste Tabellenplatz für den OHV, der vor Wochenfrist 33:30 in Augustdorf gewann, aller Ehren wert. 

Breite Brust, aber dünne Personaldecke

„Gerade bei unserer personellen Situation ist das eine ganz schwere Aufgabe“, sagt Mark Dragunski. Die Brust der Dragons ist nach fünf Siegen in Serie zwar eine Breite, der Personaldecke aber weiter dünn: Die zwölf Akteure der Vorwoche stehen wieder zur Verfügung, mehr aber wohl nicht. „Vielleicht reicht es bei Dominik Spannekrebs für ein paar Minuten, vielleicht auch bei Cedric Geitmann“, sagt Dragunski, „aber wir werden da nichts riskieren. Und richtig gut sah das beides noch nicht aus.“ 

Am Gegner schätzt der Ex-Nationalspieler, dass der OHV, bei dem Spielmacher Jonas Schweigart bester Torschütze und auch Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist, oft als geschlossenes Team erfolgreich war. „Wenn zwei, drei Leute herausragen, ist es gerade für die Abwehr einfacher, sich darauf einzustellen“, sagt Dragunski und sieht in der zuletzt in Menden und gegen Nordhemmern so sattelfesten Hintermannschaft die Basis für den erhofften Auswärtssieg in Ostfriesland. Dragunskis Rechnung ist einfach: Steht die Abwehr, ergibt sich der Rest von ganz alleine… 

Dragons: Vukas, Borchert – Bekston, Merhar, Schetters, Klasmann, Brüning, Hüller, Hecker, Tubic, Frenzel, Diehl, Spannekrebs (?), Geitmann (?)

Tubic und Spannekrebs gehen, Hüller und Borchert bleiben

Die SGSH Dragons gaben am Donnerstagabend offiziell bekannt, dass Dragan Tubic (wir berichteten) und auch Dominik Spannekrebs den Verein im Sommer 2020 nach nur einem Jahr wieder verlassen werden. Während es Tubic in Richtung Heimat zieht, wird Spannekrebs seinen Wohnsitz an seinen Studienort in Münster verlegen. 

Verlängert haben ihre Verträge bei den Dragons dagegen Keeper Julian Borchert und auch Spielmacher Lukas Hüller. Borchert, der aktuell beim TuSEM Essen unter Vertrag steht und mit Zweitspielrecht für die SGSH spielt, wechselt für zwei Jahre komplett zu den Dragons. Hüller, der inzwischen ein absoluter Führungsspieler ist, hat seinen Vertrag bei der SGSH um ein Jahr verlängert.

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