Handball, 3. Liga Nord-West

Ein bisschen Endspielcharakter zwischen den Panthern und den Dragons

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Max Weiß (links), der hier im Hinspiel alleine gegen Florian Diehl und Christopher Klasmann kämpfte, sollte am Sonntag bei den Panthern wieder dabei sein.

Schalksmühle – Der Kampf ums letzte DHB-Pokalticket in der 3. Liga Nord-West ist zu einem Fünfkampf geworden. Longerich, Spenge, die Bergischen Panther, Aurich und die SGSH Dragons kommen noch für den dritten Tabellenplatz in Frage. In diesem Kontext ist das Gastspiel der Dragons am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Auf dem Schulberg in Burscheid bei den Bergischen Panthern ein richtungsweisendes.

Im Bergischen Land trifft der Tabellenfünfte auf den Rangsiebten. Die Panther haben bereits 22 Spiele absolviert und weisen 19 Minuspunkte auf, die SGSH Dragons bei 21 Spielen 18 Minuspunkte – bei nach Minuspunkten vier bzw. drei Punkten Rückstand auf den aktuellen Rangdritten aus Longerich dürfen sich weder die Panther noch die Dragons noch viele Verlustpunkte erlauben, wenn noch der Sprung auf den DHB-Zug gelingen soll. Insofern ist es eine Partie mit ein bisschen Endspielcharakter. 

SGSH-Trainer Mark Dragunski hat den Fokus inzwischen ganz konkret auf Rang drei gerichtet und nimmt seine Schützlinge in die Pflicht. „Die Saison ist zuletzt ja ein bisschen schwierig gewesen“, sagt der Ex-Nationalspieler, „aber wenn wir noch den dritten Platz sichern sollten, dann machen wir einen Haken an die Saison, dann ist sie am Ende okay gewesen. Wenn nicht, dann nicht... Die Mannschaft muss jetzt zeigen, was sie kann.“ 

Für die Dragons geht es darum, jenen „Kampfmodus“ zu finden, den Dragunski beim Gastspiel in Wilhelmshaven schmerzlich vermisst hat. Denn der Coach erwartet ebenso wie sein Co-Trainer Hans-Peter Müller einen ganz heißen Tanz in Burscheid. „Nach dem Hinspiel werden die Panther richtig heiß sein“, sagt Müller, der sich in dieser Woche mit Marcel Mutz, dem Coach der Burscheider, ausgetauscht hat, „die werden uns zeigen wollen, dass sie das besser können...“ 

35:25 siegten die Dragons im Hinspiel, es war eine der besten Vorstellungen in der gesamten Saison. „Deshalb sollte allerdings niemand glauben, dass es ein Selbstläufer wird“, sagt Mark Dragunski, „das wird ein richtig schweres Spiel. Die Panther haben eine sehr erfahrene Mannschaft, die können richtig gut Handball spielen, wenn man sie lässt. Wir müssen ihnen den Spaß daran nehmen. Das ist unsere Aufgabe für den Sonntag.“ Konkret fordert das Trainerteam der SGSH einmal mehr eine starke Defensive als Basis und ganz viel Tempo, um die Gastgeber müde zu laufen. 

Zwei Serien: 10:0 Punkte treffen auf 0:10 Punkte

Im Hinspiel hat das ganz gut geklappt. Die Personaldecke der Panther ist seitdem sogar noch dünner geworden, denn Linkshänder Simon Wolter fällt seit Wochen mit einem Mittelfußbruch aus. Der höherklassig erfahrene Kreisläufer Max Weiß (Müller: „Der beste Kreisläufer der Liga...“) dagegen dürfte in den Kader zurückkehren. In Aurich fehlte Weiß, weil er am vergangenen Wochenende Vater geworden ist. Verabschiedet hat sich beim Mutz-Team zudem Keeper Robin Eigenbrod aufgrund eines Auslandsaufenthaltes. Dafür steht Spielmacher Justus Ueberholz, der im Hinspiel nur sporadisch mitwirkte, wieder voll im Saft. 

Kurzum: Das Kräftemessen wird nicht mehr viel mit dem Hinspiel zu tun haben, zumal die Panther nach 10:0 Punkten in Folge mit breiter Brust auftreten, für die Dragons dagegen aus den vergangenen fünf Spielen 0:10 zu Buche stehen haben, zudem haben sie gegen die Gegner aus den „Top 7“ auswärts noch keinen einzigen Punkt geholt. Es gibt also mehr als nur einen Grund, die Aufgabe demütig, wachsam und mit viel Respekt anzugehen. Auf jeden Fall gibt es personell keine Ausreden. Brian Gipperich und Cedric Geitmann kehren nach ihrem Intermezzo in der Reserve in den Kader zurück, und sogar ein Comeback von David Bleckmann erscheint am Sonntagnachmittag im Bergischen Land durchaus denkbar.

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