Handball, 3. Liga Nord-West

Ende der Negativserie: Dragons feiern in Burscheid wichtigen Auswärtssieg

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Die Panther-Routiniers Jens Reinarz (links) und Max Weiß (rechts) stellten Tobias Schetters und seine Teamkollegen vor echte Aufgaben.

Burscheid – Es war in der 3. Liga Nord-West ein Wochenende ganz nach dem Geschmack der SGSH Dragons: Nach fünf Nullnummern in Serie siegte das Dragunski-Team am Sonntagabend bei den Bergischen Panthern 26:24 (14:12) und verbuchte zwei Big Points im Kampf um den DHB-Pokal-Einzug.

Aus diesem Kampf haben sich die Panther mit dieser Niederlage wohl verabschiedet – zudem ließen die Konkurrenten aus Longerich (26:26 gegen das bisherige Schlusslicht Ahlen) und Spenge (22:26 im Ostwestfalenderby gegen das Team HandbALL Lippe II) unerwartet Federn. Die SGSH kletterte so auf den vierten Platz. 

Der Sieg in der Halle Auf dem Schulberg in Burscheid ging nach den 60 Minuten in Ordnung. Nur beim 3:2 und 6:5 in der ersten Viertelstunde hatte zweimal das Mutz-Team vorne gelegen, ansonsten hatte die SGSH das Spiel dominiert – ohne es allerdings gegen kampfstarke Gastgeber vorzeitig zu entscheiden. Dabei schien die SGSH trotz der 0:10-Punke-Serie gegen die Gastgeber (zuletzt 10:0 Punkte) zumindest personell im Vorteil. 

Zwar musste beim Gast Dragan Tubic (Schulterprobleme) ersetzt werden, wurde zudem das Bleckmann-Comeback noch einmal verschoben, doch bei den Hausherren hatte die Grippewelle zugeschlagen: Abwehrrecke Arnaud musste komplett passen, Spielmacher Ueberholz kam erst spät, und auch Heider und Conzen waren noch sichtlich geschwächt und von Normalform weit entfernt. 

Den Plan, das Tempo hochzuhalten, setzten die Dragons zwar in der ersten Hälfte durchaus um, allerdings waren sie zur Geduld gezwungen, denn die Gastgeber – zunächst mit Ex-SGSH-Akteur Bastian Munkel in der Spielmacherrolle – fuhren lange, lange Angriffe. Und wie es in solchen Fällen häufig ist, so fehlte der SGSH, der der Ball lange vor der Nase herumgespielt worden war, offensiv ein Stück weit die Geduld, um die Dinge konkret auf den Punkt zu spielen. 

Moritz Frenzel ragt aus dem SGSH-Ensemble heraus

Das 12:14 zur Pause war so gefühlt zu wenig, denn bis zum Wechsel hatten die Gastgeber schon acht Minuten in Unterzahl verbracht, die SGSH nur zwei, was nicht ganz unumstritten gewesen war. Nach der Pause legte Diehl direkt zum 12:15 nach, doch die Gäste kamen nicht davon. Ein Ueberholz bereitete der SGSH-Defensive auch im 50-Prozent-Modus Probleme, die Kreise von Ex-Zweitliga-Kreisläufer Weiß waren ebensowenig konstant einzuengen wie jene von Jens Reinarz. 

Vom Grundsatz her war es ab dem 16:16 (37.) ein ausgeglichener Kampf um jeden kleinen Vorteil. Und in so einem Kampf kommt es auf jede Kleinigkeit an. Den Unterschied machten am Ende die Paraden von Vukas und dem eingewechselten Borchert – ihre Leistungen reichten nicht für das Etikett Matchwinner, aber das Torwartduell gewannen sie eben doch. 

Wenn ein Matchwinner zu benennen war, so war dies Linkshänder Moritz Frenzel, der traumhaft sicher jede sich bietende Chance in den 60 Minuten nutzte. Das war wichtig, denn Tore aus dem Rückraum zu erzielen, blieb gegen Padeken, Weiß und Reinarz ein überaus zähes Geschäft. Sei’s drum: Nach dem 21:21 spielte die SGSH nur noch für Frenzel. Der traf fünfmal – und weil auf der Gegenseite Borchert gegen Heider parierte und Ueberholz frei vom Kreis das Tor nicht traf, nahm die SGSH die Punkte mit. Wichtige Punkte. Punkte, die gut tun nach Wochen der Magerkost...

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