Handball, 3. Liga Nord-West

SGSH-Erfolgsserie reißt in Ostfriesland: "Klassisch aus der Hand gegeben"

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Sieben Tore in Aurich, aber keine Punkte: Christopher Klasmann.

Aurich – Nach fünf Siegen in Folge hat es die SGSH Dragons am Sonntag in Ostfriesland erwischt: Beim OHV Aurich verlor das Team von Cheftrainer Mark Dragunski 29:30 (17:14). Eine Niederlage, die am Ende unglücklich und unterm völlig unnötig war.

„Dieses Spiel haben wir ganz klassisch aus der Hand gegeben“, stellte Dragunski nach der weitesten Reise der Saison fest, „das Spiel haben wir ganz alleine verloren, Aurich hat es nicht gewonnen.“ 

Als 38 Minuten gespielt waren in der Sparkassen-Arena, in der 1150 Zuschauern für einen prächtigen Rahmen für die Drittliga-Partie sorgten, führten die Gäste aus dem Sauerland nach Frenzels Siebenmetertor 23:18. „Da war es in der Halle ganz ruhig“, stellte Mark Dragunski fest, „aber dann spielen wir die Chancen nicht mehr klar heraus, nutzen unseren Platz nicht mehr. Wir treffen einfach zu viele blöde Entscheidungen – und da war irgendwie jeder beteiligt. So machen wir am Ende den Torwart stark und wecken die Halle auf. Wie gesagt: alles ganz klassisch...“ 

Das war auch vor dem Hintergrund bitter, dass die Dragons nach einem durchwachsenen Start eigentlich gut in die Partie gekommen waren. Auf Basis einer guten Abwehr und mit dem starken Julian Borchert im Tor (15 Paraden in 50 Minuten) drehte der Gast den anfänglichen 5:2-Vorsprung der Schützlinge von Arek Blacha ganz allmählich. Beim 8:8 (15.) war erstmals der Ausgleich geschafft, beim 11:12 (19.) die erste Führung. Auch wenn Lukas Hüller nicht seinen besten Tag erwischt hatte und Tobias Schetters schon nach 25 Minuten mit zwei Zeitstrafen belastet war und auf der Abwehr-Halbposition durch Alexandre Brüning ersetzt wurde, sah es eigentlich gut aus für die SGSH. Bis zur Pause führte der Gast 17:14. 

Die Auricher, die in dieser Spielzeit zu Hause nur ein einziges Spiel (gegen Spenge) verloren haben und zuletzt mit vier Siegen in Folge auf den sechsten Tabellenplatz geklettert sind, schienen auch nach der Pause weiterhin relativ ratlos. Bis zu jenem 18:23. Dann begann die Aufholjagd, die Christopher Groß mit dem 25:25 (49.) krönte. Auf einmal war wieder alles möglich, auf einmal stand die Halle wie ein Mann hinter den Hausherren. Groß legte auch direkt noch das 26:25 nach, doch der Tabellenzweite aus dem Volmetal konterte cool: Der vom Siebenmeterpunkt sehr sichere Moritz Frenzel, Florian Diehl und Christopher Klasmann schlugen mit drei Treffern in Folge zum 26:28 zurück (54.). 

Lukas Hüller vergibt die letzte Chance

Das Momentum schien auf Seite des Dragons, doch wieder weit gefehlt. „Wir sind da insgesamt einfach zu fahrig im Angriffsspiel“, haderte Mark Dragunski. Nach dem 28:29 hatte die SGSH sogar nach einer Hertlein-Zeitstrafe noch eine Überzahl – doch Kevin Wendlandt glich in OHV-Unterzahl zum 29:29 aus. Was folgte, waren ein weiterer SGSH-Ballverlust, eine Zeitstrafe für Fabian Hecker, das 30:29 durch den starken Christoph Groß und eine SGSH-Auszeit 37 Sekunden vor dem Ende. 37 Sekunden blieben also, um noch einen Punkt zu retten. 

„Aber auch da schaffen wir es nicht, eine gute Chance herauszuspielen“, schüttelte Dragunski nach dem Spiel den Kopf – am Ende musste Lukas Hüller die Verantwortung übernehmen, doch auch beim letzten Versuch blieb dem Spielmacher ein Tor versagt. So feierte der OHV ausgelassen den fünften Sieg in Folge. Und die SGSH? Ist weiter Tabellenzweiter, aber nur, weil die Hagener Eintracht ein Spiel weniger absolviert hat. Nach Minuspunkten sind die Dragons seit Sonntag nurmehr die Nummer drei der Liga.

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