Handball, 3. Liga Nord-West

SGSH mit Spaß, Herz und Leidenschaft gegen den Spitzenreiter

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Lob für den „schnellen Entscheider“ Lukas Hüller: Gästecoach Christian Köhrmann mahnt seine Abwehr vor allem zur Aufmerksamkeit gegen Spieler wie Hüller, Florian Diehl oder auch den aktuellen Toptorjäger der Liga, Christopher Klasmann.

Halver – Wenn Mark Dragunski und Hans-Peter Müller auf den Samstagabend schauen, dann ist es ein Ausblick zwischen großer Vorfreude und großem Respekt: Der Wilhelmshavener HV kommt am Samstag an die Halveraner Mühlenstraße (Anwurf 19.30 Uhr).

Der Zweitliga-Absteiger ist aktuell als Spitzenreiter das Nonplusultra der 3. Liga Nord-West. Eine Mannschaft mit großer individueller Qualität, gegen den sich die SGSH Dragons als Tabellenfünfter aber nicht verstecken wollen, im Gegenteil. Die Dragons sind zu Hause ungeschlagen – und wollen es auch nach dem Topspiel bleiben. 

Hans-Peter Müller hat Videosequenzen von den Nordsee-Handballern zusammengeschnitten. Soll er etwas über den WHV erzählen, dann zählt er eine Position nach der anderen auf – und findet keine Schwachstelle. Also kommt Müller zum Schluss: „Wir müssen vor allem auf uns schauen und unseren Stärken vertrauen. Wir müssen mit dem Spaß des Herausforderers in dieses Spiel gehen. Nur einen Vorteil haben wir nicht: Unterschätzen, wie im Falle des TuS Volmetal, wird uns Wilhelmshaven sicher nicht...“ 

Mark Dragunski würde das unterschreiben. „Es ist alles angerichtet für einen großen Handballabend“, sagt der Ex-Nationalspieler, „wir wollen uns nichts vormachen, das ist eine individuell sehr starke Truppe. Aber sie haben sich hier und da schwer getan. Chancenlos sind wir auch gegen diesen Gegner nicht.“ Damit die Dragons allerdings eine Chance haben, wird sich vor allem in der Abwehrarbeit eigentlich alles ändern müssen gegenüber der 31:36-Niederlage am Samstag in Neuss. 

„36 Gegentore – das hat mir schon weh getan“, sagt Dragunski, „ich bin doch einer, der so viel Wert auf die Abwehrarbeit legt. Auch am Samstag ist die Abwehr die Basis. Wir haben das in dieser Woche besprochen. So etwas wie in Neuss wird nicht wieder passieren. Manchmal geht man vielleicht einfach zu analytisch heran, will die Dinge mit dem Kopf lösen. Manchmal braucht man vor allem das Herz und die Leidenschaft – da muss einer für den anderen kämpfen. Dann können wir auch Wilhelmshaven das Leben schwer machen.“ 

Gäste sind komplett, SGSH weiter ohne Spannekrebs

Gästecoach Christian Köhrmann ist auch ein Freund der detaillierten Gegneranalyse. Die Neuss-Leistung ist nicht die, die er zu Grunde legt. Köhrmann lobt im Vorfeld die SGSH-Defensive – eine 6:0-Abwehr, die der Gastgeber gerade gegen die Topteams sehr offensiv interpretiere. Dazu haben ihm auf den Videos „schnelle Entscheider“ wie Christopher Klasmann, Lukas Hüller oder Florian Diehl gefallen. Köhrmanns Rückschluss: Er fordert von seinem Team Geduld und Übersicht in der Offensive und eine hohe Aufmerksamkeit in der Abwehr. 

Und so ist in der Tat alles bereitet fürs Topspiel. Der WHV kommt komplett ins Sauerland, beim Gastgeber sind mit Ausnahme von Dominik Spannekrebs auch alle Mann an Bord. Womöglich auch auf den Zuschauerrängen, denn die Handballszene pausiert fast komplett. Die Hoffnungen auf eine volle Halle sind trotz der ersten Übertragung eines SGSH-Heimspiels auf Sportdeutschland-TV im Internet nicht unbegründet im SGSH-Lager. Und damit auch die Hoffnungen, dass die Fans ein Faktor werden könnten in diesem Kräftemessen. Wenn gegen den Drittliga-Goliath aus dem Norden etwas gehen soll, dann wohl nur mit dem achten Mann im Rücken.

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