Handball

Tage der Entscheidung: Meldefrist endet am 15. Mai

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Fabian Hecker gegen die Gummersbacher Hintermannschaft: Es war im März der letzte SGSH-Auftritt der Drittliga-Saison.

Schalksmühle – Die Tage der Entscheidung nahen im deutschen Drittliga-Handball. Der 15. Mai ist der Tag, bis zu dem Vereine Farbe bekennen müssen. Das etablierte Personal genauso wie die Aufsteiger und die Mannschaften, die vielleicht nachrücken werden, wenn es denn Plätze zum Nachrücken gibt.

In Leichlingen hat man sich dieser Tage mit einem öffentlichen Aufruf an die potenziellen Geldgeber rund um die Blütenstadt gewandt. Der Leichlinger TV ist immerhin der Spitzenreiter der Ewigen Drittliga-Tabelle im Westen und wäre gerne weiter ein Werbeträger für die Region – doch die Zukunft steht nach der Insolvenz der PIMA Verwaltungs GmbH, die für die Pirates den Spielbetrieb organisierte, in den Sternen.

Ein Leichlinger Rückzug würde die Chancen der westfälischen Nachrücker-Kandidaten aus Loxten oder Altenhagen erhöhen. Gerade in Altenhagen zeichnet sich mehr und mehr ein Drittliga-Kader ab, doch die Bielefelder sind, was die Vergabe von Wildcards betrifft, nicht ganz oben in der Tabelle.

Klar ist aktuell, dass die 3. Liga der Männer mit vier 18er-Staffeln spielen wird. 17 Gegner warten in der Saison 20/21 auf die SGSH Dragons. Welche 17 Teams es sein werden? 72 Plätze gibt es bundesweit. 58 Mannschaften aus den Drittliga-Staffeln der Saison 19/20 haben ebenso ein Startrecht wie die HSG Krefeld als Zweitliga-Absteiger und die zwölf Meister der Ober- und Regionalligen.

Aus NRW werden der ASV Hamm II und der TuS Opladen von unten dazukommen. 71 von 72 Plätzen sind damit praktisch vergeben – doch der Fall Leichlingen zeigt die Fragezeichen auf, die es bis zum 15. Mai gibt. Werden sich Bundesligisten in Zeiten von Corona- und ergo Finanzkrise weiter Reserveteams in der 3. Liga leisten? Auch so eine Frage. Und wer hat womöglich noch Probleme, seinen Etat zu stemmen?

So hoffen die knapp Gescheiterten in den Ober- und Regionalligen weiter. Für die Nachrücker-Plätze erstellt der DHB eine Rangliste. Grundlage ist der Abstand im Quotienten zum Aufsteiger in der betreffenden Spielklasse. Eine Mannschaft wie Cloppenburg, die in der Nordsee-Oberliga punktgleich mit Meister Habenhausen war und nur aufgrund des direktes Vergleiches scheiterte, hat beste Karten nach der getroffenen Regelung. Was bedeuten ein bis zwei Punkte Rückstand wie im Falle von Loxten oder Altenhagen? Sie bedeuten wohl eine Zitterpartie.

Abwarten und Tee trinken. Oder weiter: basteln an der Zukunft. In Menden hat man in dieser Woche dem neuen Trainer Ingo Stary (ehemals Verbandsliga-Meister Bommern) mit dem neuen Trainer der Landesliga-Reserve Thorsten Stange (ehemals Landesliga-Meister Villigst-Ergste) einen Co-Trainer zur Seite gestellt. Zwei Meistermacher für die Drittliga-Zukunft. Dominik Flor soll Stange im Landesliga-Team als Co-Trainer entlasten. Und noch etwas tut sich in Menden: Mit Jan Wiesemann, Jannis Butzek, Luca Jünger und Max Hinzpeter sollen vier A-Junioren den Sprung in die 3. Liga schaffen, den dort ja auch Dragons-Jungkeeper Luca Jannack anstrebt.

Lorenzet zurück auf seiner Bühne

Neue Gesichter und ein altbekanntes für die neue Drittliga-Saison: In Burscheid bei den Bergischen Panthern kehrt Frank Lorenzet zurück auf seine Bühne.

Dass Leichlingen die „Ewige Tabelle“ im Westen anführt, ist mit dem langjährigen Wirken des Trainers und Managers eng verbunden. Zwei Spielzeiten hat Lorenzet aus der Ferne zugeschaut, nun kehrt der Handball-Verrückte zurück. Der 52-Jährige soll sich um den Sport, die Kommunikation und das Sponsoring kümmern, soll explizit helfen, die „besonderen Aufgaben in der Corona-Krise bestmöglich zu bewältigen“. Probleme, die bundesweit ähnlich gelagert sind. Gerade jetzt, in den Tagen der Entscheidung bis zum 15. Mai.

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