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Dragons siegen mit dem „letzten Aufgebot“

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Von: Thomas Machatzke

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Handball, 3. Liga: SGSH Dragons Bergische Panther
Ein Nachholspiel im Zeichen konsequenter Abwehrarbeit: Hier stoppen Fabian Hecker und Tobias Schetters Moritz Görgen von den Bergischen Panthern. © Thomas Machatzke

Der Trainer sprach „unter diesen Umständen“ von „zwei goldenen Punkten“, und damit hatte Mark Schmetz wohl Recht: Mit einer Art letztem Aufgebot siegte Handball-Drittligist SGSH Dragons am Freitagabend im Nachholspiel bei der HSG Bergische Panther 26:21 (10:10) – hochverdient nach einer nicht ganz alltäglichen Leistung.

Burscheid - Kapitän Florian Diehl, der in dieser Woche seinen Vertrag bei der SGSH um zwei Spielzeiten bis zum Sommer 2024 verlängert hatte, fehlte verletzungsbedingt, Jan König stand mit Schulterproblemen höchstens für die Abwehr zur Verfügung. Dazu verletzte sich nach einer knappen Viertelstunde Philipp Dommermuth (Achillessehnenreizung) und schaute nur noch zu. Und auch Fabian Hecker musste bald passen: Leistenbeschwerden. Er kam zwar in der zweiten Hälfte noch einmal, als die Not groß war, aber eigentlich war auch er raus.

Und die SGSH? – Steckte einen Nackenschlag nach dem anderen weg, brachte Perey, Gipperich, bald auch König und Bleckmann und zog ihr Spiel in der Max-Siebold-Halle 60 Minuten lang konsequent durch. Dazu gehörte die Wahl des Abwehrsystems: Mit Linus Michel in der 5:1-Defensive auf der Spitze nahm die SGSH vor allem Panther-Spielmacher Simon Schlösser einiges von seiner üblichen Gefährlichkeit. Überhaupt kam das Mutz-Team offensiv nie ins Rollen, auch deshalb, weil die SGSH im Kollektiv leidenschaftlich verteidigte – es war das komplette Kontrastprogramm zum vergangenen Samstag.

Ante Vukas ragt aus starkem Kollektiv heraus

Und dann war da natürlich noch Ante Vukas: Der Kroate im SGSH-Tor ragte aus einem starken Kollektiv noch einmal deutlich heraus, kochte die Außen den Gegners beinahe nach Belieben ab, hielt zwei Siebenmeter und so viele schwere Bälle. Dass die Gastgeber am Ende bei nur 21 Toren blieben, es war auch sein Verdienst.

Zur Pause war beim 10:10 dennoch alles offen. Die SGSH hatte zwar lange Vorteile gehabt, doch gegen Ende der ersten Hälfte waren die Panther mit dem Publikum im Rücken und zudem mit Ueberholz und Heider, die im Rückraum als neue Kräfte Akzente gesetzt hatten, besser aufgekommen. Es deutete sich ein zäher Kampf an, doch der wurde es letztlich gar nicht.

Schetters und Frenzel bleiben cool

Wenn die Dragons es zuletzt gegen Baunatal an taktischer Disziplin hatten vermissen lassen, so spielten sie in Burscheid die Dinge mit viel Geduld und Disziplin auf den Punkt, suchten immer wieder den Abschluss über Heider oder Wolter auf der Halbposition der Panther-Abwehr. Über diese Position fand der Gast immer wieder den Kreis, brachte Klasmann, Michel und Bleckmann in Position. Dazu kam, dass Schetters und Frenzel von den Außenpositionen gegen den beileibe nicht schlechten Conzen cool blieben und sicher vollstreckten.

So bog die SGSH nach dem 14:14 (44.) bis zum 18:23 (55.) auf die Siegerstraße ein. Die Gastgeber wollten sich wehren, doch die Unterschied-Spieler in ihren Reihen hatten nun nicht mehr entscheidend zuzusetzen. So steuerte der Gast einem verdienten Sieg entgegen, zwei „goldenen Punkten“ eben, mit denen er zwei Spieltage vor dem Abschluss der Hinrunde den 3. Tabellenplatz in der Staffel D erst einmal zementiert hat.

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