Nach dem guten Start ruft nun die Stählerwiese

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Machte gegen sein Team der Vorsaison im rechten Rückraum ein gutes Spiel für die SGSH: Julian Mayer.

SCHALKSMÜHLE -  Nach drei Spielen in direkter Nachbarschaft zu den Teams aus Neuss und Duisburg. Das hatte man sich bei der SGSH eher nicht gewünscht, wurden doch sowohl Neuss und Duisburg eher am unteren Ende des Klassements erwartet. Nun aber ist es so: Neuss ist Fünfter, die Duisburger sind nach drei Spielen der 3. Liga West Siebter, und die SGSH belegt Rang sechs. Und diese Momentaufnahme gefällt dann doch allen Verantwortlichen.

Die ersten drei Spieltage im Drittliga-Westen haben es in sich gehabt. In Leichlingen und Varel warten die Fans noch ebenso auf den ersten Sieg wie beim Liga-Topfavoriten Wilhelmshaven. Die SGSH hat schon zwei auf dem Konto. Entsprechend zufrieden war Mathias Grasediek am Samstagabend. „Mit vier Punkten nach drei Spielen habe ich absolut nicht gerechnet“, stellte er fest.

Dass er mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft gegen Gummersbach dabei noch nicht einmal zufrieden sein konnte, war in diesem Moment nicht so wichtig. Zwei Tage nach dem 26:24 gegen die Oberbergischen ging es dann aber doch noch einmal in die Analyse. „Überrascht hat mich, dass wir einfach nicht mutig waren“, stellte Grasediek fest, „dabei hätten wir aus dem Spiel in Leichlingen doch so viel Selbstvertrauen ziehen können. Aber wir haben die Bälle in vielen guten Situationen weitergespielt und uns so erst in viele schlechte Situationen gebracht. Das war nicht gut.“

Weil nichts so recht klappen wollte gegen die starke Gummersbacher 6:0-Abwehr, hatte auch Grasediek selbst Schwerstarbeit zu leisten. Immer neue Variationen beorderte in den aufgebauten Angriff. „Im Moment ist es einfach schwierig, Angriff und Abwehr im Blick zu haben“, sagt Grasediek, „so habe ich im Angriff etwas probieren wollen und hatte auf einmal eine 3:2:1-Abwehr auf dem Feld, die so noch nie zusammengespielt hat. Dass wir so das 11:7 verspielen, nehme ich auf meine Kappe.“

Sei’s drum: Mit viel Herz, einem starken Skabeikis im Tor (acht Paraden bei 13 Würfen) und dem nötigen Quäntchen Glück ging auf der Zielgeraden alles gut. Nun freut sich die SGSH auf das nächste Highlight. Am Samstag ist die SGSH beim Zweitliga-Absteiger und Tabellenführer TuS Ferndorf zu Gast. „Die Ferndorfer haben eine sehr gute Mannschaft und sind gerade zu Hause sehr stark, aber ich sehe uns nicht chancenlos, wenn wir das rüberbringen, was wir können“, sagt Mathias Grasediek vor der Reise an die Stählerwiese.

16er-Kader: Eine knappe Entscheidung

Eine Reise, die die SGSH wohl wieder mit einem 16er-Kader antreten wird. Kevin Herzog und Niklas Polakovs mussten am Samstag gegen Gummersbach erneut aussetzen. „Das ist im Moment eine sehr knappe Entscheidung“, sagt Grasediek, der sich am Samstag bei der zeitweiligen Angriffsflaute beide gerne auf dem Spielbericht gewünscht hätte, „ich hatte mich aber dafür entschieden, die 3:2:1-Abwehr mit Florian Diehl noch einmal zu testen.“

Der Weg zurück ins Team ist indes sowohl für Herzog als auch für Polakovs ein sehr kurzer. „Sie müssen sich weiter über Trainingsleistungen empfehlen“, sagt Grasediek, „und der Weg geht natürlich immer auch über die Abwehrleistungen.“ Gut möglich, dass schon am Samstag in Kreuztal wieder ganz neu gemischt wird.

Thomas Machatzke

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