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Knifflige Aufgabe für die Dragons

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Von: Thomas Machatzke

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Handball, 3. Liga Florian Diehl SGSH Dragons
Nach seinem Kurzeinsatz im Spiel gegen die HSG Krefeld droht Florian Diehl am Samstag verletzt auszufallen. © Thomas Machatzke

An den GSV Eintracht Baunatal hat Handball-Drittligist SGSH Dragons eigentlich nur gute Erinnerungen. Eine weitere soll am Samstagabend (19.30 Uhr, Löh) hinzugefügt werden.

Schalksmühle - In der Saison 16/17 war es, als die Handballer aus Nordhessen eine Stippvisite in der Staffel West der 3. Liga machten. Sie waren eine Bereicherung für die Liga. Ein Team, das am Ende auf Rang sieben landete und damit sogar knapp vor den Dragons (Achter). Doch in den direkten Vergleichen, da siegte die Mannschaft des damaligen SGSH-Trainers Stefan Neff daheim mit 34:28 und in Baunatal am Ende der Saison sogar 34:21. Lang, lang ist’s her…

Am Samstagabend nun kommt die Eintracht mal wieder zum Löh und ist dabei schon wieder Tabellensiebter. 8:8 Punkte stehen inzwischen zu Buche nach einem 6:0-Punkte-Traumstart. „Wieder eine der Topmannschaften der Liga, einer der Topfavoriten“, sagt SGSH-Trainer Mark Schmetz ungeachtet der vier Niederlagen des Weinrich-Teams. Wobei diese Niederlagen mit Blick aufs Detail eben auch Niederlagen sind, die passieren können. Daheim gegen die Topteams aus Krefeld und Opladen, dazu in Chorweiler und bei den Bergischen Panthern.

Schmetz: „Ein gefährlicher Gegner“

Sei’s drum: Die SGSH stellt sich wieder auf eine knifflige Aufgabe ein. Wie zuletzt im am Ende triumphal gewonnenen Topspiel gegen Krefeld oder eben auch im letzten Löh-Heimspiel gegen TuSEM Essen II, das ein so knappes war, auch wenn der Gast seinerzeit noch keinen einzigen Punkt gesammelt hatte. Auch das hat sich relativiert, Essen II hat seit dem Spiel am Löh dreimal gewonnen. In der Liga gibt es in der Tat keine leichten Aufgaben...

„Uns erwartet am Samstag ein sehr gefährlicher Gegner“, sagt Mark Schmetz und geht in die Gegneranalyse, „eine sehr gute Rückraumachse hat die Eintracht, aber auch die Außen sind sehr gut, wenn sie freigespielt werden. Aber vor allem auf den Rückraum müssen wir uns gut einstellen – auf gute 1:1-Spieler, aber auch auf gefährliche Schlagwürfe. Wir werden überlegen, welche Abwehrform wir da am besten spielen sollten.“

Auch auf die Baunataler Defensive will Schmetz sein Team gut vorbereiten. „Unkonventionell“, nennt der Niederländer das Abwehrspiel der Gäste – meist ausgehend vom 6:0-System, wechsle die Eintracht nach Auslösehandlungen innerhalb eines Angriffs oft ins 3:2:1-System. Das ist durchaus anspruchsvoll – für den Ausführenden, aber eben auch für den Gegner. „Dafür müssen wir Lösungen finden“, sagt Schmetz.

Diehl und König fraglich

Personell sieht es nicht viel besser aus als vor zwei Wochen gegen Krefeld. Florian Diehl wird nach seinem Kurzeinsatz gegen den Spitzenreiter diesmal wieder verletzt ausfallen. Auch ein Einsatz von Jan König, der über Schulterprobleme klagt, scheint sehr unwahrscheinlich. Dafür soll es für David Bleckmann nun nach einem Jahr tatsächlich zum Comeback reichen.

„David wird uns helfen“, sagt Schmetz, „die Situation mit den Ausfällen ist für uns nach den letzten Wochen nicht ungewohnt. Wir freuen und trotzdem riesig darauf, dass es nach der einen Woche Pause für uns weitergeht, freuen uns auf eine volle Halle am Löh.“ Und der siebte Saisonsieg im achten Spiel, der wäre natürlich auch nicht schlecht – nur einen Spaziergang zum Sieg, den erwartet Schmetz gegen die Nordhessen nicht.

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