Handball, 3. Liga

Licht am Ende des Tunnels für David Bleckmann

Handball, 3. Liga SGSH Dragons David Bleckmann
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David Bleckmann (Zweiter von rechts) zurück im Kader der SGSH Dragons, hier beim Einlaufen neben Philipp Dommermuth, Tobias Schetters und Arvid Dragunski: Der 23-Jährige hofft, dass schon bald wieder mehr geht als Aufwärmen, Einlaufen und Mitjubeln.

Am 17. Oktober war es, als sich David Bleckmann im zweiten Drittliga-Heimspiel der Saison 20/21 gegen den HSV Hannover einen Innenbandanriss im Knie zuzog. Seitdem hat der von der Reserve der SG Flensburg-Handewitt im Sommer 2018 ins Sauerland gewechselte Bleckmann keine Pflichtspielminute mehr für die SGSH absolviert.

Schalksmühle - Dass sich Bleckmann am Samstag im Heimspiel gegen den TuSEM Essen II, also den Verein, dessen Trikot er nach seiner Zeit bei der TG Cronenberg und vor dem Wechsel nach Flensburg im Jugendbereich selbst schon getragen hat, wieder mit dem SGSH-Team aufwärmte, dass er beim Einlaufen dabei war und auch Platz auf der Bank nahm – es durfte am Löh durchaus als sehr gutes Zeichen gewertet werden.

„Ich habe in der vergangenen Woche dreimal gut mittrainiert, wenn auch noch nicht voll“, stellte Bleckmann am Rande fest, der die Reise nach Gensungen vor Wochenfrist gar nicht mitgemacht hatte, stattdessen lieber daheim eine weitere Trainingseinheit eingelegt hatte, um sich für diese Herausforderung – eine richtige Trainingswoche mit dem Team – zu rüsten, „in der nächsten Woche soll die Belastung weiter gesteigert werden.“ Wie nah liegt also die Rückkehr aufs Spielfeld für den Velberter? – „Ich denke, dass es bis zum nächsten Wochenende noch nicht reichen wird“, sagt der Rückraumlinke, den die SGSH als Alternative im aktuell so knapp besetzten Kader so gut brauchen könnte, „aber vielleicht danach.“

In der nächsten Woche wartet das schwere Auswärtsspiel in Longerich, am Samstag drauf das Topspiel gegen Krefeld. Wenn Trainer Mark Schmetz davon spricht, dass nun die „dicken Brocken“ kommen, dann hat er natürlich im Hinterkopf, dass es nicht von Nachteil wäre, wenn die SGSH dafür personell ein wenig breiter aufgestellt wäre.

Lange Serie an Verletzungen

Bei Kapitän Florian Diehl hat sich ans Kurz-Comeback im Volmetal-Derby direkt eine neue Therapie mit Eigenblut für die gereizte Achillessehne angeschlossen. Er feuerte das Team in den beiden Spielen danach nur von der Bank aus an. Bei Bleckmann war es am Samstag immerhin schon wieder die Bank nach Wochen auf der Tribüne oder am Co-Kommentator-Mikrofon. Auch diese Aufgabe hat der Student gut gelöst, aber es eben nicht die Aufgabe, die einen Torjäger vom Dienst glücklich macht.

Zur Erinnerung: Nach seinem Innenbandriss im Knie und dem Lockdown hatte das Team im Frühjahr in einer Testspielserie gegen Volmetal die Rückkehr in den Wettkampf geprobt, doch kurz vor dieser Serie hatte Bleckmann nach einem Pferdekuss und einer starken Einblutung wieder für Wochen passen müssen. Und als es im Sommer in der Vorbereitung richtig losgehen sollte, stellten sich Leistenprobleme ein, die einfach nicht besser werden wollten.

„Ich habe dann zuletzt noch einmal einen anderen Arzt in Köln aufgesucht, um eine andere Meinung zu hören“, erzählt Bleckmann am Rande der Essen-Partie, „die Vermutung ist nun, dass ich gar nicht an der Leiste verletzt bin. Es ist vielmehr ein nahegelegener Nerv, der Schmerzen bereitet und abstrahlt.“ Dieser Ansatz nimmt Bleckmann zwar nicht direkt alle Pein, aber doch die Angst, dass Training und Wettkampf in der Leiste etwas kaputtmachen könnte. Er hat nun zuletzt mit Schmerzpflastern trainiert. Nicht beschwerdefrei, aber es wird langsam.

Genug vom Warten

Bleckmann ist im Juni 23 Jahre alt geworden, seine beste Handballzeit sollte noch vor ihm liegen. Er hat für die SGSH schon überragende Spiele gemacht, aber konstant durchstarten und verletzungsfrei bleiben – dass dies möglich ist, muss der Mann, der so viel Zug zum Tor entwickeln kann, noch unter Beweis stellen. Am liebsten schon bald.

Bleckmann strahlt ein wenig, wenn er daran denkt, selbst wieder im Wettkampf aufs Tor zu werfen. Er hat genug vom Warten. Das Heimspiel gegen Krefeld, es findet am 16. Oktober in Halver statt. Dann wäre es fast auf den Tag genau ein Jahr für ihn seit seinem letzten Pflichtspiel. Vielleicht ein guter Zeitpunkt fürs so lang ersehnte Comeback.

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