HSG: Kampf auf Biegen und Brechen

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Starke Partie: Sören Miossec.

Lüdenscheid - „Das ist halt keine Laufkundschaft“, brachte HSG Lüdenscheids Trainer Volker Schnippering nur pure Erleichterung nach dem 31:30 (11:12)-Arbeitssieg gegen die Reserve des Drittligisten TuS Volmetal zum Ausdruck.

Seine Mannschaft hatte von der ersten bis zur letzten Sekunde kämpfen und dicke Bretter bohren müssen, bis der zweite Sieg in Folge und damit vierte Saisonerfolg feststand, der den Lüdenscheidern vorbei am Gast zum Anschluss an das Tabellenmittelfeld verhalf. Nach gutem Start mit einem ganz starken Bahr und guter Deckungsleistung um Clubchef Sören Miossec (5:2/14.) hatte das HSG-Spiel mehr und mehr an technischen Fehlern gekrankt.

Der schöne Vorsprung schmolz nach dem 6:3 (17.) wie Butter in der Sonne – aufgrund unkonzentrierterer Abschlüsse im Angriff und der Tatsache, dass Gästecoach Jörg „Kante“ Bouwain zu seinen ohnehin starken Rückraumschützen Nico Schnepper und Michel Bojda mit Nico Kötter eine weitere Trumpfkarte zog. Zum 7:8 (24.) warf Bojda seine Farben erstmals in Front. Mit einem letzten Kraftakt hielt Benno Walter die HSG zum 11:12 zum Wechsel wenigstens auf Tuchfühlung.

Nach Wiederbeginn wirkte die HSG dann offensiv entschlossener, hatte Fehlerzahl und Ballverluste gehörig eingedampft und entdeckte das Herzstück im TuS-Deckungszentrum über den überragenden Sören Miossec als Gäste-schwachstelle, die konsequent zu Treffern genutzt wurde. Sogar von HSG-„Abwehrmaschine“ Stefan Froitzheim, der zweimal einnetzte.

Die Gäste kommen immer wieder zurück

Über 13:12 (32.), 16:14 (36.) und die erste Vier-Tore-Führung (22:18 durch Miossec/45.) schienen die Hausherren die Partie endgültig in den Griff zu bekommen. Zumal auf Außen Mühlbauer bei seiner Premiere und Kroll gegenüber Winkhaus und Füller mehr Wirkung zeigten. Doch obwohl auch Kötter nun offensiver angegangen wurde, hatte auch die HSG zunehmende Defensivprobleme mit dem aufdrehenden Boyda, mit Routinier Schnepper, aber auch auf Außen.

Mit offensiven Deckungen gegen Lausen, dann zusätzlich Walter und Baberg biss der TuS zurück, war beim 24:23 wieder dran und ließ sich selbst nach dem 30:26 (58.) nicht abschütteln, verkürzte in letzter Minute noch vom 31:28 bis auf ein Tor. Dann erst war die HSG durch.

HSG: Bahr, Kapp (n.e.) – Baberg (1), Füller (1), Mühlbauer (2), Walter (7), Winkhaus, Fenner (1), Kroll (2), Jaschke, Froitzheim (2), Lausen (7/1), Miossec (8)
TuS II: Schäfer (1.-46.), Hilker (ab 46.)– Kaiser (n.e.), Kötter (6) Scholl (n.e.), Sklarski (1), Bojda (6), Wegener (1/1), Mennes (3), Jozinovic (2), Messarius (2), Schnepper (6/1), Hirt (3)
Schiedsrichter:  Backwinkel/Pfeifenroth (Herdecke/Dortmund)
Zeitstrafen: HSG 4, TuS II 5

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