Sechs Siege in sieben Spielen

HSG: Viel Grund für Zufriedenheit

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Wichtige Tore für die HSG: Phil Lausen.

Lüdenscheid - Erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto, das dem Team zudem einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beschert: HSG Lüdenscheids Trainer Volker Schnippering hat nach sechs Siegen aus den vergangenen sieben Begegnungen allen Grund zur Zufriedenheit.

„Der Sieg bedeutet für uns viel Sicherheit“, bilanziert der Coach des Landesligisten deshalb auch, hätte sich die neuerliche Nervenschlacht beim 34:33-Erfolg beim Namensvetter aus Schwerte-Westhofen freilich gerne erspart, gleichwohl er einräumt: „Der Erfolg war sicherlich glücklich, ein Unentschieden wäre am Sonntag wohl das gerechtere Resultat gewesen“, zeigte Schnippering Mitleid mit dem Trainerkollegen Kai Henning.

Der ehemalige Werdohler hatte gegen die Bergstädter viel versucht: Eine offensive 3:3-Deckung, die einstige Standard-6:0- und auch eine 5+1-Abwehr mit Positionsverteidiger gegen Phil Lausen. Die Gegentorflut hatte er damit ebenso wenig eindämmen können wie mit dem in der ersten Hälfte guten Schlussmann Sebastian Emde. Die HSG fand immer wieder Lücken im Deckungsverband der Gastgeber, obwohl der Trainer auch in der HSG-Offensive ein störendes Leistungsauf und -ab registriert hatte.

„Mal lief’s zehn Minuten gut, dann passte wieder nichts zusammen“, rügte er nicht nur Abspielsfehler, sondern vor allem die unangebracht hektischen Abschlüsse vor allem auch in Unterzahl nach dem Seitenwechsel. Hinten hatten die Bergstädter ohnehin nicht an die guten letzten Vorstellungen anknüpfen können, weil die Feldspieler nicht konzentriert genug arbeiteten, vor allem auch Schwertes Spielmacher Schröter zu viel Raum ließen und auch von Keeper Jörn Bahr, der schon zur Pause den glatten Torraum kritisiert hatte („Da rutscht du dauernd weg“), keine große Sicherheit verliehen bekam.

Auch der wegen einer Fingerverletzung nur für Notfälle vorgesehene Marvin Kapp war diesmal nicht die große Stütze. Überhaupt hatte es das Spiel selbst dem Coach trotz Erfolges nicht angetan: „Kein gutes Spiel“, urteilte er kurz und knapp, durfte sich aber über eine gute Vorstellung der für den kurzfristig verhinderten Moritz Winkhaus eingesprungenen Ersatz-Rechtsaußen Sebastian Bölling und Marcel Fenner sowie den stark auftrumpfenden Falk Baberg im linken Rückraum und auch über das gute Rücklaufverhalten vor allem gegen den allerdings auch durch Manndeckungsaufgaben gebundenen Tempospezialisten Alexander Denissov freuen.

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