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HSV: Mehr möglich als bloß ein Punkt

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Von: Michael Jeide

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Michel Lengelsen, hier beim erfolgreich abgeschlossenen Gegenstoß, rettete der HSV vier Sekunden vor Schluss das Unentschieden in Attendorn.
Michel Lengelsen, hier beim erfolgreich abgeschlossenen Gegenstoß, rettete der HSV vier Sekunden vor Schluss das Unentschieden in Attendorn.  © Jeide, Michael

Am Ende ging es für die Landesliga-Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl nur darum, wie in der vergangenen Saison einen Punkt aus der Rundturnhalle in Attendorn mitzunehmen.

Attendorn - Co-Trainer Jugo Lakic nahm 19 Sekunden vor Schluss die finale Auszeit, besprach mit dem Team der HSV den letzten Angriff, den Michel Lengelsen mit seinem elften Treffer an diesem Abend vier Sekunden vor dem Abpfiff erfolgreich abschloss. So spät, dass die SG Attendorn/Ennest nicht mehr antworten konnte – das war aus HSV-Sicht clever und gut gemacht.

Und doch: Das 24:24 (14:12), es war eigentlich zu wenig. Selbst mit einem Rumpfkader ohne etatmäßige Außen hätte das Team um Spielertrainer Pierre van der Hurk mehr erreichen können beim Nachbarn. „Die Kadergröße müssen wir so annehmen. Aber wir haben es trotz guter Abwehr nicht geschafft, einmal in Führung zu gehen. Da war unsere Chancenverwertung zu schlecht. Das ist der einzige Grund, warum wir nicht gewonnen haben“, sagte „Bommel“ nach dem Spiel, in dem er sich fast durchweg der Manndeckung durch SG-Kreisläufer Heimes „erfreute“. Da die Aushilfsaußen nur selten einbezogen wurde, Anspiele an den Kreis nicht durchkamen, liefen die HSV-Angriffe fast nur über die Halbpositionen im Rückraum, der in Minute 48 durch die dritte Zeitstrafe gegen Fabian Gerth auch noch dezimiert wurde.

Die HSV war in Attendorn immer dann stark, wenn sie aufholen musste: 3:6, 7:9, 15:17 – alle Rückstände ließen sich mit „Mentalität und Einstellung“, so van der Hurk, stets egalisieren. Ab dem 17:17 durch Gerth (35.). fuhren die Lennetaler dann aber ein Dutzend erfolgloser Angriffe, verhinderten Fangfehler, Ballverluste, vergebene freie Würfe, Pfostentreffer und ein Kreistor, dass die Gäste ein einziges Mal in Führung gehen konnten. Wäre dies gelungen, hätte die HSV das Spiel vermutlich in ihre Richtung kippen lassen können, weil Attendorn-Ennest in dieser Phase nicht mehr viel einfiel und Kämmerer ähnlich wie Gegenüber Berkenhagen oftmals stark parierte. So aber mussten sich die Lennetaler letztlich mit dem Unentschieden einverstanden erklären.

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