Handball

HSV Plettenberg/Werdohl nach langer Vorbereitung vor erstem Test

Ivo Milos (links) und Pierre van der Hurk
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Bis Trainer Ivo Milos (links) in einer Woche aus Kroatien zurückkehrt, leitet Co-Trainer Pierre van der Hurk das Training der HSV Plettenberg/Werdohl. 

Trainiert haben sie schon seit Mitte Juni, an diesem Wochenende wollen die Spieler des Landesligisten HSV Plettenberg/Werdohl zum ersten Mal das Eingeübte auch wieder auf der Platte zeigen. Zum ersten Testspiel wird am Samstag um 17 Uhr in der Sporthalle Riesei der Bezirksligist VfS Warstein erwartet.

Plettenberg/Werdohl - Eine Truppe, die schon ein Vorbereitungsspiel absolviert hat, vor zwei Wochen bei der HSG Rietberg/Mastholte, einem Bezirksligisten aus dem Kreis Gütersloh, mit 39:34 siegte. Zuschauer können am Riesei noch nicht dabei sein – der organisatorische Aufwand wäre zu groß.

Den bisherigen Verlauf der Vorbereitung nach achtmonatiger Handballpause mit ein wenig Onlinetraining beschreibt HSV-Co-Trainer Pierre van der Hurk, als „nicht perfekt, aber zufriedenstellend.“ Bis zum 15. August coacht es die Mannschaft alleinverantwortlich, dann wird Cheftrainer Ivo Milos aus dem Heimaturlaub in Kroatien zurückerwartet. Bedingt durch die Urlaubszeit sei die Trainingsbeteiligung anfangs nicht so gut gewesen. „Aber das war auch der einzige Minuspunkt“, sagt van der Hurk. Keine Einheit musste abgesagt werden, dreimal wöchentlich traf sich der Kader, zunächst im Freien, ab Woche zwei aber auch schon in der Halle. In Böddinghausen waren drei Halleneinheiten pro Woche möglich, am Riesei sind es derzeit zwei, einmal geht es auf den Sportplatz. Zweimal pro Woche für jeweils eine Stunde dabei ist Athletiktrainer Dario di Pumpo. „Wir haben den Fokus zunächst auf das Grundlagentraining gelegt, um Verletzungen vorzubeugen“, sagt van der Hurk. Und in der Tat habe es bislang keine muskulären Blessuren gegeben. Verletzt hat sich allerdings Markus Winkelsträter. „Er ist umgeknickt, das kann passieren“, weiß van der Hurk, der selbst nach seinem im Herbst 2019 erlittenen Kreuzbandriss mittlerweile wieder ins Training eingestiegen ist und damit dazu beitragen kann, dass die HSV auf jeder Position doppelt besetzt ist.

Malte Pongs auf dem Sprung ins Landesligateam

Zum Kader zählen werden auch einige A-Junioren, die zweimal pro Woche mittrainieren. „Sie ziehen super mit, einige absolvieren auch das volle Pensum“, lobt van der Hurk den Nachwuchs, der trotz der Auflösung der eigenen A-Jugend an die HSV gebunden bleiben soll, auch wenn es möglicherweise im A-Jugendbereich zu einer Kooperation mit dem TuS Ferndorf kommen sollte. Mit Doppelspielrecht sollen die Youngster für die HSV-Männer antreten – ein sicherer Kandidat ist Malte Pongs, während Maurice Gierse nach einem Bänderriss zurzeit nicht dabei ist.

Mit einer Verletzung plagt sich auch weiterhin Rückraumshooter Marc Bardischewski. Nachdem die andauernden Schulterprobleme durch eine Operation im April behoben werden konnten, ist es nun die Hüfte, die ihm Schwierigkeiten bereitet und hinter seinem Einsatz ein dickes Fragezeichen setzt.

Jugendliche Auffrischung täte dem Kader daher gut, denn „in der ersten Sieben sind wir ja nicht mehr die Jüngsten“, weiß „Bommel“ van der Hurk. „Da sind wir froh, dass wir noch ein paar talentierte Jungs haben“, wozu er auch die B-Junioren zählt. Deren Training soll nach Möglichkeit Männer-Cheftrainer Ivo Milos mit übernehmen – eine Lösung, die von den Trainingszeiten her passen dürfte.

Torhüterwechsel: Kämmerer ist zurück, Zlobinski geht

Neben dem ein oder anderen A-Junioren ist Torwart-Rückkehrer Marcel Kämmerer der einzige externe Zugang der HSV. „Ein absoluter Gewinn“ sagt van der Hurk über den von den SGSH Dragons II gekommenen Keeper. Im Gegenzug hat sich Tom Zlobinski dem TuS Linscheid-Heedfeld angeschlossen. „Seinen Wunsch muss man respektieren“ sagt van der Hurk. Ebenso den von Linksaußen Jens Burzlaff, der zur TS Evingsen wechselt. Aus beruflichen Gründen wird Lars Bürger für eine Saison aussetzen müssen – auf Linksaußen wurde deshalb Leon Kreikebaum getestet, soll diese Position im Wechsel mit Dominic Scheerer bekleiden.

„Alle haben wieder richtig Bock, die Lust auf Handball ist da“

HSV Co-Trainer Pierre van der Hurk

„Alle haben wieder richtig Bock, die Lust auf Handball ist da“, hofft Pierre van der Hurk jetzt nur inständig, dass die Saison auch planmäßig wieder starten kann und nicht ein weiteres Mal durch steigende Inzidenzen verhindert wird. „Eine erneute Sportpause müssen wir gerade im Hinblick auf den Nachwuchs unbedingt vermeiden.“ Die HSV-Männer haben ihren Teil schon dazu beigetragen, um der Corona-Pandemie die Stirn zu bieten. „Der Großteil der Mannschaft ist bereits doppelt geimpft“, weiß van der Hurk.

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