Handball, Landesliga-Splitter

Evingsen feiert Befreiungsschlag, HSG scheitert knapp

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Niclas Beckmann und Teamkollegen kämpften verbissen, aber vergeblich.

Kreisgebiet - In der Handball-Landesliga feierte die TSG einen klaren 27:18-Erfolg über die HSG Hohenlimburg. Eine personell arg gebeutelte Mannschaft von der HSG Lüdenscheid schrammte beim 22:23 gegen TG Voerde nur knapp an einem Punktgewinn vorbei.

TS Evingsen - HSG Hohenlimburg 27:18 (13:7): Die lange Durststrecke ist beendet, die Hoffnung im Landesliga-Abstiegskampf zurück: Dank einer starken Abwehrleistung und eines nicht minder überzeugenden Torhüterspiels bezwang die TS Evingsen die HSG Hohenlimburg am Samstagabend in der Sauerlandhalle verdient mit 27:18 (13:7). Es war der erste Sieg des Aufsteigers seit dem 17. November 2018 (40:36 gegen Wellinghofen). Zur Erleichterung der Turnerschaft trug zudem der Olper 32:26-Sieg gegen den Letmather TV bei, mit dem die Evingser nach Punkten gleichzogen.

Der Druck für den Tabellenvorletzten, diesen 60-Minüter gewinnen zu müssen, war groß, die TSE aber hielt ihm nach den Misserfolgen der vergangenen Monate diesmal stand. Basis für den Erfolg gegen die nicht komplett angereiste HSG war eine stabile Deckung, gegen die die Hohenlimburger insbesondere im ersten Durchgang kaum Lösungen fanden. Anders als in den vorangegangenen Partien verspielten die Evingser nicht ihren Vorsprung.

Das 18:10 durch den Ex-Hohenlimburger Benjamin Hell (44.) war eine Art Vorentscheidung, beim 21:11 (49.), das ebenfalls der von Linksaußen für Csunderlik an den Kreis gewechselte Hell erzielte, war die Birne im Prinzip schon geschält. Zehn Tore trennten beide Teams auch nach 55 Minuten (23:13), der Rest waren die entspanntesten Evingser Minuten im bisherigen Saisonverlauf.

HSG Lüdenscheid - TG Voerde 22:23 (11:13): Vier Sekunden vor Schluss besiegelte Gästetorjäger Fabian Riebeling die 22:23 (11:13)-Niederlage der Hausherren. Aber kein Vorwurf ans Team: Die letzten acht übrig gebliebenen Landesligaakteure plus die drei zuvor schon im Bezirksligaabstiegskampf gebeutelten Müller (ein gehaltener Siebenmeter), Gruber (einige Spielanteilen) und Ritthaler (nur kurz auf dem Feld) hatten alles gegeben.

Nur bis zum 5:4 (11.) hatten die Hausherren noch vorlegen können, obwohl ihre Möglichkeiten aus dem Rückraum begrenzt waren. Doch Plate arbeitete wie ein Berserker, und Hahn hatte die ansonsten schier unüberwindbare Voerder Deckungsmitte mit den physisch starken Kreisläufer-„Klötzen“ Thomzig und Stratmann per Unterwurf überrascht. In der Folge aber musste sich die HSG jeden Treffer ganz hart erkämpfen.

Und obwohl die 3-2-1-Deckung der Lüdenscheider gut ackerte, vor allem Beckmann gegen die Kreisläufer Schwerstarbeit verrichtete, fanden Riebeling und Co. Lücken und ließen mit präzisen Abschlüssen Kämmerer kaum Chancen. Dennoch blieb die Heimmannschaft bis zum Schluss auf Schlagdistanz - am Ende fehlten lediglich vier Sekunden, um auch etwas Zählbares aus diesem Kraftakt mitzunehmen.

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