Harzfreie Halle und Euphorie die größten HSG-Gegner

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Im Angriff der HSG ist von Torjäger Phil Lausen und Co. Geduld gefordert.

Lüdenscheid - Für eine geplante Bustour ins Hochsauerland kamen nicht genug Interessenten zusammen, dennoch will Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid die Rückreise aus Warstein nach dem Gastspiel bei VfS (Samstag, 19.45 Uhr, Dreifachsporthalle Schwarzer Weg) gut gelaunt antreten, ergo nicht mit leeren Händen.

 Doch HSG-Trainer Volker Schnippering weiß, dass ihn und sein Team eine alles andere als angenehme Aufgabe erwartet – Stichworte: harzfreie Halle, fanatisches Publikum und eine euphorische Heimmannschaft. Denn die Handballer aus der Biermetropole kämpfen auch in der Spielzeit 17/18 wieder mit dem Rücken zur Wand: „Warstein weiß genau, dass es die entscheidenden Punkte zu Hause holen muss“, hat Schnippering die Erkenntnis aus den bisherigen Auftritten im Hochsauerland gewonnen, dass die Punkte dort stets hoch hängen.

Natürlich – VfS-Trainer Günter Warkus muss gegen die Bergstädter wieder auf Torjäger und Ligaerhalts-Garant Lars Schorlemmer verzichten, der sich nach einem Kurzgastspiel wieder in seinen Studienort Grenoble in die französischen Seealpen verabschiedet hat, aber das ist keinesfalls Garantie für einen erfolgreichen Auftritt am schwarzen Weg. „Oldie Ristovic, dazu die Rückraumspieler Schröder und Schmidt, dazu der junge Simon, alles gute Akteure mit viel Willen“, urteilt der Lüdenscheider Coach, der weniger Warsteiner Konzeptionen, denn das individuelle Durchsetzungsvermögen der vom Publikum nach vorn gepeitschten Hausherren fürchtet. Das dürfte vor allem auch gegen HSG-Abteilungsleiter Niclas Beckmann Stimmung machen, der im Vorjahr aufgrund von Schiri-Entscheidungen in der Schlussphase der Partie regelrecht entgleist war und sich eine längere Sperre eingefangen hatte. „Darauf sind wir vorbereitet, wir brauchen natürlich auch Emotionen, aber in den richtigen Bahnen“, sagt Schnippering, der angesichts von guter Warsteiner 6:0-Deckung in harmonischer Verbindung mit dem soliden Schlussmann Hilwerling und zu erwartendem schwierigen Ballmaterial keinen Abend mit schnellen Abschlüssen auf sich zukommen sieht.

„Wir müssen unsere Chancen gut vorbereiten“, fordert er vielmehr, verweist darauf, dass seine Mannschaft das im Vorjahr in der guten späteren Saisonphase ausgezeichnet hinbekommen hat, als sie keine Partie mit harzfreiem Spielgerät verloren hat. „Wenn wir daran anknüpfen können und unsere guten Spielphasen endlich verlängern, haben wir sicher eine gute Chance“, hofft Schnippering in den positiven Punktebereich vorstoßen zu können. Personell ändert sich im HSG-Team gegenüber der Vorwoche nichts.

 HSG:  Kämmerer, Ferizi – C. Broscheit, Ahmad, Lenz, Beckmann, Fenner, L. Weichelt, Hurlbrink, Nitsch, Lausen, Plate, Füller, Kroll (?)

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