Ein Abschied unter Handball-Freunden

+
HSG-Vorstandssprecher Sören Miossec (re.) überreichte Abschiedspräsente an die Teamkollegen (v.l.) Stefan Weigt, Daniel Opitz (beide Laufbahnende nach Kreuzbandrissen) sowie Marcel Kämmerer (SGSH II) und Niclas Beckmann (Wellinghofen).

Lüdenscheid/Schalksmühle -   Am Ende feierte die HSG Lüdenscheid: Nicht nur den 26:24-Derbysieg über die SG Schalksmühle-Halver II, sondern auch den Saisonausklang im Foyer der BGL-Halle und anschließend mit Handballer-Party in der Innenstadt.

Von Jörg Hellwig

Unterm Strich kann aber auch die SGSH-Reserve mit der Niederlage leben und stieß nach erstem Frust mit den Freunden aus der Kreisstadt an. Am Samstag siegte die HSG letztlich nicht unverdient, hatte ihr Aufgebot für das Derby überraschend gut gefüllt: Trainer Davor Fath war rechtzeitig zum Anpfiff aus dem berufsbedingten Slowenien-Aufenthalt zurückgekehrt, viel überraschender und entscheidender aber: Ohne jede Trainingsminute lief nach dreiwöchiger Verletzungspause Routinier Thomas Voss auf und trumpfte frei nach Caesars „veni, vidi, vici“ auf: Neun Tore gegen die SGSH-Abwehr deckten freilich auch ein Gästemanko auf. Gegen die geballte Schusskraft der Voss, Baberg und Beckmann fehlte es den Gästen auch an Abwehrlänge. Für die körperliche Präsenz hätten die Schützlinge von Trainer Dirk Pfaffenbach den verletzten Marcel Meisterjahn mehr als gut gebrauchen können. Ausschlag gab aber auch die Tagesform der Keeper. Zwar entschärfte der künftige HSGer Volker von Oepen weitaus mehr Bälle als zuvor Youngster Max Bergner, doch auch er stand im Schatten seiens Nachfolgers Marcel Kämmerer zwischen den HSG-Pfosten.

Und der Ex-Lüdenscheider Mark Schür kam nach krankheitsbedingter Pause erst zum Schluss zum Einsatz. Da hatte sich die kleine Portion größeren Siegeswillens und Leidenschaft der Bergstädter in dem spielerisch sicher nicht sonderlich anspruchsvollen Nachbarschaftsduell letztlich aber knapp durchgesetzt. Auch, weil dem Gast im Angriff letztlich zu wenig einfiel, um zu kompensieren, dass Spielmacher Markus Knuth von Florian Füller wirkungsvoll an die Leine gelegt wurde. Die HSG stand stabil in der Deckung, Pascal Pfaffenbach vermisste sichtlich das Youngster-Zusammenspiel mit Kreisläufer Justin Wiggershaus, die Lüdenscheider stellten die Gästeaußen gut zu und schraubten ihre Derbybilanz damit auf 3:1-Punkte: „Ein Derbysieg ist doch immer etwas besonderes,“ strahlte HSG-Coach Davor Fath, war dem Kroaten die Leistung am Samstag einmal „schnuppe“.

Seinem Pendant Dirk Pfaffenbach dagegen „schmeckte“ vor allem die Abschlussqualität seiner Sieben nicht. „Wir haben viele ‘leichte’ Bälle weggeworfen und es nicht geschafft, uns mal auf zwei Tore oder mehr abzusetzen.“ Mit einem lockeren Training beendet die SGSH die Saison, neu gestartet wird nach Pfingsten 2014.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare