Mehr Spitzenspiel geht nicht

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Duell mit der besten Abwehr der Liga: SGSH II-Linkshänder Nils Leicht (re.). ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Eine bessere Zeit für dieses Spiel gibt es nicht: Mit dem absoluten „Knaller“-Duell zwischen Tabellenführer HTV Sundwig/Westig und dem direkten Verfolger SG Schalksmühle-Halver II hält der Spielplan der Handball-Landesliga zum Jahresausklang ein Highlight bereit. Beide Teams treffen am Freitag ab 20 Uhr im Grohe-Forum Hemer aufeinander.

„Eigentlich bräuchten wir Zusatztribünen“, rechnet HTV-Boss Olaf Klein mit einer ausverkauften Halle am Sauerlandpark. Für den Kartenvorverkauf, der seit Samstag in Halver und Schalksmühle läuft, hatte die SGSH 170 Tickets geordert. Per Bus und mit Privat-Pkw werden sich entsprechend viele Fans auf den Weg in den Nordkreis machen.

Bei eingefleischten Anhängern der Handball-Landesliga werden da Erinnerungen an die vergangenen beiden Spielzeiten wach, als der HTV jeweils Riesenanstrengungen unternommen hatte, um in die Verbandsliga aufzusteigen, aber jeweils hauchdünn den Kürzeren zog. In der Saison 2011/12 war es die HSV Werdohl/Versetal, die den Nordkreislern eine Nasenlänge voraus war. In der Vorsaison hatte SuS Oberaden das bessere Ende gegen eine mit spanischen Erstligaprofis hochgerüstete Mannschaft für sich.

Und anno 2013/14? – „Diese Sundwiger Mannschaft ist besser als die der vergangenen Jahre“, sagt SGSH-Trainer Friedhelm Ziel, „sie spielen nicht kompliziert, sondern effizient. Und sie machen keine Fehler.“ Im bisherigen Saisonverlauf hat die Mannschaft von Neu-Trainer Hendrik Ernst – zu seiner aktiven Zeit Rechtsaußen des Schalksmühler Regionalliga-Teams – diese Einschätzung in höchst eindrucksvoller Manier bestätigt. Bester Angriff, beste Abwehr, elf Spiele, elf Siege. Mehr geht nicht. Somit deutet vieles darauf hin, dass dem HTV in der laufenden Saison ein erster Schritt in Richtung jener Leistungsklassen gelingt, die ein Verein mit einer derart exzellenten Jugendarbeit einfach benötigt, um seine Top-Talente längerfristig zu binden.

Was aber kann die SGSH-Reserve, deren Saisonziel einst ein gesicherter Mittelfeldplatz war, diesem Ensemble aus ehemaligen Drittliga-, Oberliga- und aktuellen A-Jugend-Bundesliga-Spielern entgegensetzen? – „Auf jeden Fall jede Menge Leidenschaft. Die Jungs sind heiß, körperlich in einem Top-Zustand und sehr gut vorbereitet“, sagt Friedhelm Ziel. Die Arbeitsaufträge, die der frisch gebackene Großvater eines gesunden Enkels seinem Team vorgibt, sind klar definiert. Um die Kleins, Kötter, Sideri, Zeller & Co nicht in ihr gefürchtetes Tempospiel kommen zu lassen, bedarf es einer guten Wurfauswahl und einer „fantastischen Rückzugsphase“ (O-Ton Ziel). Dann und nur dann dürfe man überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, „diese Übermannschaft etwas zu ärgern.“

Mit welchem Personal das gelingen soll, in dieser Hinsicht lässt sich Ziel nicht in die Karten schauen. Klar ist, dass Sebastian Radziej verletzt ausfällt. Ob Anleihen aus dem spielfreien Drittliga-Kader genommen werden, entscheidet sich kurzfristig.

SGSH II: Schür, von Oepen, Bergner – Potberg, Knuth, Wiggershaus, Meisterjahn, Leicht, Schneider, Pfaffenbach, Ludwig, Blumberg, Hotze, Herzog (?)

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