Stimmungsvolle Fans, erfolgloses Team

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Traf zweimal für die HSG: Arne Luft.

Soest -  Es waren die rund 50 Fans der HSG Lüdenscheid – zum Großteil mit dem Bus angereist –, die am Samstag für die Stimmung in der Sporthalle des Börde-Berufskollegs sorgten, aber sportlich hatte der Gastgeber das Sagen. Mit 41:29 (19:14) setzte sich der Soester TV II deutlich durch, feierte damit vorzeitig den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga.

Von Marc Kusche

Und für dieses Ziel hatten die Hausherren personell noch einmal alle Register gezogen, neben Lukas Flor und Jan Franke auch Axel Loer aus dem Oberliga-Kader hinzugezogen. Derweil hatte HSG-Coach Davor Fath ganze acht Feldspieler zur Verfügung, die aber zunächst ein Gegner auf Augenhöhe waren. Bis zum 8:7 (15.) lagen die Bergstädter dank der Treffsicherheit ihrer Rückraumschützen Beckmann und Baberg gar knapp vorne, ehe das Pendel in Windeseile in die andere Richtung umschlug. Soest legte mit einer zusehends offensiveren Deckung in punkto Aggressivität deutlich zu, Folge waren einfache Lüdenscheider Ballverluste, die mit Gegenstößen konsequent bestraft wurden. Dazu waren die Rückraum-Halben Franke und Haake kaum zu halten, über 12:8 hatte die STV-Reserve das Match bereits bis zur Pause gedreht (19:14).

Und auch nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser – im Gegenteil. Der bis dato eher durchschnittliche Soester Keeper Plümer nagelte seinen Kasten zeitweise regelrecht zu, derweil hielten seine Vorderleute, die ob des großen Kaders munter durchwechseln konnten, das Tempo konstant hoch und überrannten ihre müder werdenden Gegenspieler, die zudem sukzessive resignierten, ein ums andere Mal. Beim 27:17 (39.) stand bereits die erste Zehn-Tore-Führung zu Buche, nach 55 Minuten hatte das Kellerkind schließlich seinen höchsten Vorsprung herausgeworfen (39:25).

Der Rest ging im Jubel der mittlerweile rund 500 Soester Anhänger unter, die später zudem noch den Drittliga-Aufstieg ihrer „Ersten“ feiern konnten. Doch auch HSG-Spieler und -Fans ließen es sich auf der Rückfahrt im Bus gutgehen.

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