Ein Qualitätsproblem im Abschluss

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Bester SGSH-Akteur in Schwerte: Freddie Hotze (links) stemmte sich gegen Paukstadt & Co, unterm Strich aber bot sein Team viel zu wenig, um für Zählbares in Frage zu kommen.

Schwerte - Es hatte noch reichlich Grund zur Wiedergutmachung gegeben für die Landesliga-Reserve der SG Schalksmühle-Halver, hatte sie doch gegen die in dieser Saison eigentlich so malade HSG Schwerte/Westhofen das Hinspiel in eigener Halle 38:42 verloren. Am Sonntag war die Gelegenheit, doch es war nicht der richtige Tag. Genauer gesagt, war es wie seinerzeit am Löh eher schon ein rabenschwarzer Tag. 29:36 (15:18) musste sich das Pfaffenbach-Team diesmal den Schwertern beugen.

Von Thomas Machatzke

Die Geschichte des Spiels in Kurzform erzählten die ersten fünf Minuten. Einem Tor von Marcel Meisterjahn standen fünf Wurfversuche von Wiggershaus (2), Potberg, Hotze und Leicht gegenüber, in denen jeweils HSG-Keeper Emde teils spektakulär parierte (4:1). Emdes Tagesform und ein Qualitätsproblem im Abschluss des Gastes sollten zwei prägende Elemente dieses Handballspiels werden.

Es bei der SGSH-Reserve, bei der Pascal Pfaffenbach vermisst wurde, nur auf den mangelhaften Abschluss zu reduzieren, wäre indes eine sehr unvollständige Analyse. Letztlich war es ein irgendwie unreifer Auftritt des Tabellensechsten, der es über 60 Minuten nicht schaffte, seine Probleme in den Griff zu bekommen, dem es zudem im gebundenen Spiel an Disziplin und Grundordnung fehlte. So zog die HSG nach der einzigen SGSH-Führung (8:9, 12.) auf 17:11 (25.) davon. Bis zur Pause waren die Gäste dank einer Umstellung auf eine 6:0-Abwehr – die 5:1-Deckung mit Wiggershaus auf der Spitze war eine interessante, aber in diesem Fall nicht die richtige Idee gewesen – zwar beim 18:15 wieder dran, angesichts der vergebenen Chancen war aber schon dies eigentlich zu wenig.

Zwischenzeitlicher Elf-Tore-Rückstand

Nach dem Wechsel wurde es indes nicht besser. Die SGSH kam defensiv nicht in die Zweikämpfe, scheiterte vorne weiterhin immer wieder an Emde. Nach 45 Minuten (28:21) war die Partie praktisch entschieden. In der letzten Viertelstunde durfte Schwertes Linksaußen Denissov sein Torkonto an diesem Tag noch auf ein Dutzend aufstocken. Beim 35:24 (57.) roch es nach einer noch höheren Abreibung. Mit doppelter Manndeckung gegen Paukstadt und Yaltzis sowie dank der entschlossenen Aktionen des guten Hotze gelang dem Gast allerdings noch ein bisschen Ergebniskosmetik. Ein gebrauchter Tag war es für ihn gleichwohl im Friedrich-Baehrens-Gymnasium.

HSG: Emde, Polesny (ab 55.), Klepping (bei einem 7m) – Denissov (12), Yaltzis (7), Pavlovic (3), Paukstadt (3), Ablas (3), Decker (3), Nickolay (3/2), Schröter (1), Angel (1), Arnold

SGSH II: Schür, Engels (ab 42.) – Hotze (8/4), Luciano (4), Meisterjahn (4), Leicht (3), Wiggershaus (3), Potberg (2), Schneider (2), Trimpop (1), Radziej (1), Knuth (1), Blumberg

Schiedsrichter: Wodzinski/Disse (Dortmund)

Zeitstrafen: HSG 4, SGSH II 6

Zuschauer:  70

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