Ziel-Team im Topspiel unterm Strich chancenlos

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Florian Diehl aus dem SGSH-Drittliga-Kader erzielte im Landesliga-Topspiel in Hemer sechs Treffer, doch damit wusste er die letztlich deutlich 23:32-Niederlage des Ziel-Teams auch nicht zu verhindern.

HEMER - Der Favorit behielt letztlich sicher die Oberhand: Der HTV Sundwig/Westig setzte sich am Freitagabend im Spitzenspiel der Handball-Landesliga vor 900 Zuschauern im Grohe-Forum gegen den Tabellenzweiten SG Schalksmühle-Halver II 32:23 (15:11) durch und feiert damit ohne Verlustpunkt die Herbstmeisterschaft.

Von Axel Meyrich

Es war letztlich eine klare Sache – die Startphase allerdings war noch absolut ausgeglichen. Bis zur elften Minute hatte sogar die Ziel-Sieben die Vorteile auf ihrer Seite. 6:3 stand es da für die SG Schalksmühle-Halver II. Stark trumpfte Florian Diehl aus dem Drittliga-Team auf – der war eigentlich für den Start gar nicht eingeplant, doch weil Meisterjahn direkt im ersten Angriff nach einem HTV-Foulspiel ausschied, kam Diehl sehr schnell und setzte offensiv die Akzente.

Trotzdem wurde bald aus diesem für den Gast mit vielen Hoffnungen verbundenen 3:6 ein 7:6 (15.) – fortan gab der hohe Favorit den Ton an. Über 12:8 und 14:8 zog der HTV bis zur Pause auf 15:11 davon. Trumpfkarte der Gastgeber war das Tempospiel. Aus jedem Ballverlust der SGSH-Reserve entwickelte der HTV dieses Tempospiel. Und die SGSH hatte so manches Problem in der Offensive. Friedhelm Ziel versuchte gerade im Rückraum stetig neue Formationen, doch wirklich erfolgreich agierte keine davon.

So blieb es auch nach dem Wechsel, wobei die SGSH denkbar unglücklich in die zweiten 30 Minuten startete. Die Gastgeber hatten zwei Spieler auf der Strafbank, die SGSH II eine doppelte Überzahl. Das erste Tor gelang trotzdem Christian Klein zum 16:11. Es war einer jener kleinen Nadelstiche, die dem Gast den rechten Glauben an eine mögliche Wende raubten. Aus dem 16:11 wurde somit bald ein 19:13 und später gar ein 22:16.

Spitzenspiel der Handball-Landesliga zwischen der SGSH II und dem HTV Sundwig/Westig

Spätestens eine Viertelstunde vor Schluss, als die Handballer aus dem Nordkreis ein 26:17 vorlegten, war dieses Spitzenspiel entschieden. Weiterhin stark übers Tempospiel (Niegetiet, Frenzel, Klein) zeigte der HTV, weshalb die Landesliga eigentlich keine adäquate Klasse für sein aktuelles Spieler-Ensemble ist. Auch die zweite Garde stand beim HTV der ersten in nichts nach.

Es war eine letztlich eindrucksvolle Demonstration. Die SGSH – immerhin mit drei Spielern aus dem Drittliga-Kader angereist – stemmte sich zwar gegen die Niederlage, doch letztlich trudelte die Partie nur noch dem Ende entgegen. Es war ein Spitzenspiel – das schon. Aber es war eben auch längst ein Spitzenspiel bar jeder Spannung. Am Ende stand es 32:23. Das klang sehr deutlich. Und genauso war es verdient für die Gastgeber.

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