Günstige Gelegenheit bleibt ungenutzt

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Drei Treffer in Menden, aber dieser Gegenstoß bleibt ungenutzt: Pascal Pfaffenbach.

Menden - Der neue Spitzenreiter der Handball-Landesliga heißt nach fünf Spieltagen TV Schwitten. Nach der samstäglichen Niederlage der HSG Hohenlimburg gegen Halingen war es an der SG Schalksmühle-Halver II, den Sprung der Schwittener an die Spitze zu verhindern. Doch das Pfaffenbach-Team schöpfte am Sonntag in der Kreissporthalle seine Möglichkeiten nicht aus, unterlag 23:27 (11:16) und hat sich damit erst einmal aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Von Thomas Machatzke

Es war ein Tag wie gemacht für den Gast: Beim TV Schwitten fehlten nicht nur Koerdt (Kreuzband) und Spielertrainer Knez (Sperre), sondern auch Sven Becker (bisher 39 Saisontreffer), der privat verhindert war. Die Gäste waren dagegen komplett und in 17er-Teamstärke im Nordkreis angereist. Aber daraus zogen sie nicht den entscheidenden Vorteil. Die Gastgeber legten auch in Notbesetzung los wie die Feuerwehr. Sie waren spritziger, wacher und emotionaler – und sie überforderten mit ihrer Spielgeschwindigkeit und der Genauigkeit ihrer Konzepte den SGSH-Abwehrverband.

8:2 stand es nach zwölf Minuten – da war bereits Zeit für die erste SGSH-Auszeit gekommen. Fortan lief es bis zum 12:9 (21.) und 13:11 (25.) etwas besser für die SGSH, doch die letzten Minuten vor der Pause gehörten wieder dem TVS oder besser: Kevin Peichert. Der Keeper war im Topspiel der Top-akteur auf dem Parkett, gewann das Torwartduell gegen den gewiss nicht schwachen Mark Schür um Längen. 16:11 zur Pause – das ließ der SGSH noch Hoffnungen, denn die personellen Ressourcen sprachen für den Gast.

Aufholjagd mit neuer Formation kommt zu spät

Bis zur 45. Minute allerdings spielte auch Dirk Pfaffenbach quasi mit neun Akteuren durch. Erst nach dem 21:14 brachte er Luciano, Wiggershaus, Trimpop und später noch Radziej. Mit den frischen Kräften gehörte der SGSH, die nun auch emotionaler auftrat, die Schlussphase, doch der Abstand war bereits zu groß. Beim 23:19 (54.) keimte noch einmal kurz Hoffnung auf, doch mit den letzten Körnern rettete der sichtlich platte TVS den Sieg ins Ziel – und das war letztlich auch hochverdient.

TVS: Peichert, S. Kampmeier (n.e.) – T. Becker (10/5), Meisterjahn (4), Birk (4), Poth (4), Löbbecke (3), O. Kampmeier (1), Pasche (1), Hormann, Schlüter

SGSH II: Schür – Meisterjahn (4), Potberg (4), Schneider (4/1), Wiggershaus (3), Pfaffenbach (3/1), Trimpop (1), Leicht (1), Luciano (1), Knuth (1), Blumberg (1), Radziej, Ludwig

Schiedsrichter: Kassing/Pläster (Ahlen/Soest)

Zeitstrafen: TVS 4, SGSH II 2

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