Das große Rätselraten um eine vermeidbare Wende

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Wechselt in der kommenden Saison zur SGSH-Reserve: HSG Lüdenscheids Rückraumspieler Falk Baberg.

SCHALKSMÜHLE -  Es war eines jener Spiele, nach dessen Ende sich Zuschauer und Aktive vor allem eines fragten: Wie konnte das passieren? Mit 27:32 hatte Handball-Landesligist SG Schalksmühle-Halver II gerade am heimischen Löh gegen den TV Schwitten verloren, und irgendwie stand oder saß die Mehrzahl der Spieler unschlüssig in der Halle herum. Auf der Suche nach Erklärungen, für das, was gerade geschehen war.

Eigentlich nämlich hatte am Löh zunächst nicht alles, aber doch vieles ordentlich zusammengepasst. Der Gast aus dem Nordkreis präsentierte sich rund 20 Minuten lang als die personifizierte Harmlosigkeit. Unschlüssig in der Abwehr, von den Aktionen ihres Spielertrainers Tihomir Knez abhängig im Angriff, mäßig besetzt auf der Torhüterposition. Da konnten es sich die Gastgeber leisten, einen nicht so recht harmonierenden Abwehrinnenblock (Schneider, Meisterjahn) aufzubieten – mehrere von Oepen-Paraden sowie durchdachtes Angriffsspiel mit einem treffsicheren Meisterjahn reichten locker aus, um um beim 11:6 (19.), beim 13:8 (25.) oder beim 15:10 (29.) den Eindruck zu vermitteln: Wir haben hier alles im Griff.

Stimmte aber nicht. In dem Maße, wie sich Schwitten in die Partie „zurückbiss“, verlor die SGSH im Kollektiv den Faden. Weder in Abwehr noch im Umschaltverhalten oder aufgebauten Angriff stand da die Mannschaft auf dem Feld, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten in so eindrucksvoller Manier bis auf Tabellenplatz zwei vorgearbeitet hatte. Und so nahm das Unheil seinen Lauf. Die Umstellung auf ein 5:1-Deckungssystem brachten noch einmal kurzzeitig Besserung, die in rascher Folge stattfindenden Wechsel der Angriffsformation nicht. Beim 24:24 keimte acht Minuten vor dem Ende noch einmal Hoffnung auf beim SGSH-Anhang, die Mannschaft würde es analog zur Vorwoche zumindest über die Moral hinbiegen. Dieser kleine Funke war aber bald erloschen. Denn: Schwitten legte jetzt jene Dynamik gepaart mit Cleverness an den Tag, die es braucht, um am Löh zu triumphieren. So war es letztlich gar nicht einmal unverdient, dass die Schwarz-Weißen beide Zähler mit gen Menden nahmen.

 Mit Blick auf die Personalplanungen für die kommende Saison ist die SGSH-Reserve unterdessen einen weiteren Schritt nach vorne gekommen. Nach Michel Lengelsen (HSV Werdohl) und Torhüter Marcel Kämmerer (HSG Lüdenscheid) wechselt mit Falk Baberg ein weiterer Bergstädter zur Spielgemeinschaft. Der Student soll Rückraum und Abwehrinnenblock der SGSH gleichermaßen verstärken. Die HSG informierte Baberg bereits am Sonntag vor einer Woche von seinem Schritt. Axel Meyrich

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