Aufatmen am späten Abend bei der HSG

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Auf Wiedersehen in Düsseldorf: Nach fast 20 Jahren im Trikot der HSG Lüdenscheid verabschiedete Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid Rückraumspieler Falk-Justus Baberg in seine neue Heimat.

Lüdenscheid - Vorschnelle Entspannung ist nicht das Ding von HSG Lüdenscheids Trainer Volker Schnippering. Und so stand der Coach auch unmittelbar nach der 23:26-Heimniederlage der Bergstädter gegen die Routiniers des VfL Eintracht Hagen III auch noch unter Strom.

„Einen Punkt brauchen wir noch“, hatte er vor dem Dialog mit Männer-Abteilungsleiter Niclas Beckmann schnell alle theoretischen Eventualitäten durchgerechnet und schaute – durch Grippevorboten angeschlagen – durchaus noch etwas skeptisch drein. Spät am Abend gab’s dann für die Bergstädter, die mit einem Sieg auf ein ausgeglichenes Punktekonto gehofft hatten, dann aber tatsächlich endgültige Saisonentwarnung: Durch die Arnsberger Niederlage in Warstein werden neben Rote Erde Schwelm und TuS Volmetal auch die Handballer aus der Bezirkshauptstadt wegen des schlechteren direkten Vergleichs auf jeden Fall hinter der HSG bleiben.

Endlich ein Haken hinter der Saison

Die kann deshalb gelassen nach Schwelm fahren, das letzte Heimspiel gegen Höchsten austragen und dann endlich die Saison abhaken. Endlich deshalb, weil die HSG seit Wochen mit vielen Ausfällen und angeschlagenen Kräften zu kämpfen hat. Auch am Samstag fielen gleich sechs Akteure aus, die aus der „Zweiten“ einspringenden Timo Paetz, Mühlbauer und Radziej hatten bereits etliche Minuten in der Reserve in den Beinen, so dass auch sie mit den Kräften haushalten mussten. Zudem schleppten sich mit Falk Baberg, Sören Miossec und Moritz Winkhaus drei weitere Akteure angeschlagen über die 60 Minuten.

Kein Wunder, dass Schnippering über die total in den Sand gesetzten ersten 25 Minuten, als die HSG weder Einstellung zum Spiel noch zum Gegner fand, den Mantel des Schweigens hüllte. „Für die 35 Minuten danach kann ich vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen, da sind alle über ihre Grenzen gegangen. Hätten wir beim 22:23 noch eine Rückraumalternative wie Justus Jaschke oder Benno Walter gehabt, hätten wir gewonnen“, war Schnippering überzeugt.

Derweil bedauerte Beckmann vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit: „Wirklich schade, dass Dhani Wernscheid uns zum Saisonende aus Studiengründen wieder verlässt. Er passt wirklich prima zu uns“, lobte er den Torhüter für eine starke Leistung, die nur gegen die platzierten Rückraumschüsse von Oberligaroutinier Katsigiannis nicht stach.

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