SGSH-Reserve lässt Wellinghofen vom Haken

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Ein prägendes Duell des Abends am Löh: SGSH II-Rechtsaußen Sven Potberg gegen TuS-Keeper Matthias Zankl. Beide waren einst bei der HSV Werdohl/Versetal Teamkollegen.

Schalksmühle - Auf der Zielgeraden hat Handball-Landesligist SG Schalksmühle-Halver II am Samstag den vierten Saisonsieg verpasst. Obwohl die Pfaffenbach-Sieben gegen den TuS Wellinghofen mit 18:15 (57.) geführt hatte, reichte es am Ende vor 100 Zuschauern "nur" zu einem 18:18 (11:7)-Remis.

Von Axel Meyrich

Der Gast aus Dortmund wusste nach dem Abfpfiff am Schalksmühler Löh, bei wem er sich zu bedanken hatte: Torhüter Matthias Zankl wehrte sage und schreibe sechs (!) SGSH-Siebenmeter und etliche weitere Großchancen ab, sein Gegenüber Mark Schür stand ihm allerdings in kaum etwas nach. Und so entwickelte sich eine defensiv sehr intensive, offensiv allerdings auch extrem fehlerbehaftete Partie, in der die SGSH erst nach neun Minuten erstmals traf (Potberg zum 1:2), dann allerdings weitaus besser ins Match fand und über 8:3 und 9:4 beim 11:4 (Leicht, 26.) scheinbar alles im Griff hatte.

Zankl und Schür überragend

Doch Wellinghofen bewies Moral, hatte beim 11:7 zur Pause wieder verkürzt und ließ auch nach dem Wechsel nie abreißen. Beiden Mannschaften war auch in Halbzeit zwei eines gemein: Kämpferisch wurde alles gegeben, spielerische Qualität und vor allem Effizienz im Abschluss blieben aber weiter oft auf der Strecke, blitzten allenfalls punktuell auf.

Und doch schien am Ende alles für die SGSH zu sprechen. Meisterjahn, Leicht und Potberg hatten bei einem Gegentreffer von Thäsler aus dem zwischenzeitlichen 15:14 ein 18:15 gemacht. Doch die Gastgeber ließen den TuS noch einmal vom Haken. TuS-Coach Henning Becker öffnete die Abwehr, die SGSH leistete sich ein Trimpop-Offensivfoul und einen - gewiss nicht unbedrängten - Fehlwurf ebenfalls durch Trimpop, während Kleppe und Thäsler per Gewaltwurf tatsächlich noch ausglichen.

Finaler Treffer nicht gegeben

19 Sekunden verblieben den Hausherren noch, doch Lucianos Nachwurf-Treffer vom Kreis verweigerten die Warsteiner Unparteiischen Niermann/Sprave, die nach sehr ordentlicher erster Hälfte nach der Pause beidseitig völlig den Faden verloren, die Anerkennung. Der Rest war Dortmunder Jubel und Frust total bei den Gastgebern.

Beste Torschützen: Leicht (5/1), Meisterjahn (5/1) und Potberg (5/1) für die SGSH sowie Ständker (4/3), Beckmann (3) und Thäsler (3) für den Gast.

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