SGSH II oder HSG: Wer hat nach Derby die Nase vorn?

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„Auf die Halbangreifer kommt es an“: SGSH-Trainer Dirk Pfaffenbach sieht Nils Leicht und Co. im Derby besonders in der Pflicht.

Halver/Lüdenscheid - Das Derby als Kampf um Tabellenplatz sechs: Wenn die SG Schalksmühle-Halver II und die HSG Lüdenscheid am Samstag (17 Uhr, Sporthalle Mühlenstraße) aufeinandertreffen, dann bestimmt neben dem traditionellen Lokalkolorit, den dieses Duell grundsätzlich inne hat, vor allem eine Fragestellung die Szenerie, die lange Zeit so nicht erwartet worden war.

Welches der beiden Teams hat zum Saisonende tabellarisch gesehen die Nase vorn? Eigentlich waren die Rollen vergleichsweise klar verteilt: Die SGSH wollte in der Spitzengruppe der Liga mitmischen, die HSG nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen. Erfüllt haben sich nur die Wünsche der Bergstädter, die mit ihren jüngsten Erfolgen auch die Restzweifel am Liga-Verbleib beseitigt haben, zudem kämpferisch wie spielerisch durchaus Überzeugendes boten.

Anders die SGSH-Reserve: Mit 22:22-Punkten und aktuell Platz sechs ist die Pfaffenbach/Herzog-Sieben weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben, wenngleich nach einem gänzlich punktlosen März zuletzt beim 25:25-Remis in Arnsberg zumindest ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen war. An den gelte es, so Trainer Dirk Pfaffenbach, anzuknüpfen. „Die Jungs sind ‘heiß’ auf das Derby, wollen vermeiden, dass die HSG am Ende vor uns steht.“ Die Erfahrungen aus dem 24:21-Hinspielsieg hat Pfaffenbach in die Trainingsarbeit einfließen lassen. „Es kommt besonders auf unsere Halben an, die müssen richtig Betrieb machen. Nur den Ball zu spielen wird nicht reichen“, so Pfaffenbach mit Blick auf die zu erwartende 5:1-Abwehr der HSG. Im Vergleich zur Vorwoche ergeben sich personell kaum Änderungen. Mit einer Ausnahme: Hinter dem Einsatz des angeschlagenen Markus Knuth steht ein großes Fragezeichen.

Mit Zuversicht ins Derby: Torjäger Phil Lausen und die HSG.

Die Kreisstädter fahren nach drei Siegen in Folge natürlich mit ganz breiter Brust nach Halver, können zudem erstmals völlig befreit aufspielen, nachdem sich das Abstiegsthema endgültig erledigt hat. Für den Anhang der HSG schon am Vorwochenende beim Heimsieg über Schwitten Grund, gleich die Kampfansage zu formulieren und ebenso lautstark den Derbysieg zu fordern.

Da stehen freilich noch 60 Minuten gegen den bekannten Rivalen an: Beide Kontrahenten kennen sich so gut, dass Überraschungen nur in Nuancen möglich sind. HSG-Interimscoach Detlev Nebert freut sich aufs Duell: „Natürlich wird’s schwer im Derby, aber wir haben aktuell einen guten Lauf und wollen gewinnen.“ Im Hinspiel war letztlich die Tatsache, dass die Bergstädter Meisterjahn nicht in den Griff bekamen und schließlich Hotze aus der Mitte noch einmal den Druck erhöhte wegen fehlender Kräfte der HSG ausschlaggebend.

Die vorangegangenen Partien freilich haben gezeigt, dass die HSG kräftemäßig zugelegt hat. Die SGSH darf nicht auf den Einbruch hoffen. „Wir werden Gas geben und richtig Tempo spielen“, kündigt Nebert, der nur den privat verhinderten Niegetiet ersetzen muss, nämlich auch selbstbewusst an. - yri/jig

SGSH II: Schür, Bergner – Potberg, Leicht, Luciano, Hotze, Knuth (?), Meisterjahn, Pfaffenbach, Schneider, Blumberg, Trimpop, Radziej, Wiggershaus

HSG: Kapp, Bahr – Broscheit, Bölling, Kahlstadt, Walter, Jaschke, Kämper, Miossec, Lausen, Füller, Kroll

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