Handball-Landesliga

HSV erwischt gegen Volmetaler Reserve einen "gebrauchten Tag"

Werdohl – So hatten sich die HSV Plettenberg/Werdohl und ihre Anhänger das Hinrundenfinale in der Landesliga ganz sicher nicht vorgestellt. Gegen die Zweitvertretung des TuS Volmetal verloren die Lennetaler am Sonntagabend mit 23:34 (11:13) deprimierend deutlich.

Das Kuriose dabei: Platz vier in der Tabelle konnte dennoch gehalten werden. Es war ein kollektiver Ausrutscher des Teams, das sich lediglich zum Saisonstart in Olpe ähnlich desolat präsentiert hatte. 

Nur in den ersten acht Minuten konnte die Sieben von Trainer Kai Henning die Begegnung ausgeglichen gestalten, führte durch Bardischewski mit 1:0 und kam beim 4:4, wieder durch Bardischewski, letztmalig zum Ausgleich. Doch dann häuften sich einfache Pass- und Fangfehler, enteilten die Volmetaler auf 4:8. Kai Henning nahm die erste Auszeit und wurde laut, sehr laut. Die Mannschaft schien verstanden zu haben. Mit Winkelsträter anstelle von Lengelsen wurde es besser. Beim 7:8 war der Anschluss hergestellt. 

Jetzt zog auch TuS-Coach Schneider die Grüne Karte. Yannis Grasediek aus dem Volmetaler Drittligakader, der sich kurzzeitig auf die Abwehrarbeit beschränkt hatte, kehrte in den Angriff zurück, traf zum 8:11 und 10:12 bildschön aus dem Rückraum, überzeugte aber auch als Ballverteiler. Weil die Gäste in dieser Phase aber noch viele Chancen ausließen, blieb die HSV dran, konnte durch Winkelsträter und Traumüller, nach tollem Pass von Weigt, auf 13:14 (34.) verkürzen. 

Doppelte Manndeckung bringt nichts ein

Doch die Wende glückte nicht – im Gegenteil. Die unverständlichen technischen Fehler blieben, die Leistungsträger agierten weit unter ihrem üblichen Vermögen. Henning probierte es mit der doppelten Manndeckung gegen Grasediek und den wuchtigen Schmidt, doch Schneider reagierte mit dem siebten Feldspieler und ließ sein Team die Angriffe klug über die meist freien Außen ausspielen. 

Und während den Gastgebern nun kaum noch etwas gelang, durfte sich selbst Volmetals Keeper Schäfer in die Torschützenliste eintragen. Einen Heber von Kreikebaum fing er locker ab und traf ins verwaiste HSV-Gehäuse.

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