Handball: Landesliga

„Partie mit Vorsicht genießen“

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Hofft mit seiner HSG beim TV Olpe auf den zweiten Saisonsieg: Lüdenscheids Kreisläufer-Routinier Mario Hurlbrink.

Lüdenscheid - „Olpe ist für mich eines der Top-5-Teams in dieser Saison“, mahnt HSG-Trainer Friedhelm Ziel mit Blick auf die Voraussetzungen vor dem Spiel beim TV Olpe zu Besonnenheit.

Nominell trifft nämlich am 5. Spieltag der Handball-Landesliga der Tabellenachte auf den Tabellenelften. In der Favoritenrolle sieht Ziel seine HSG aber definitiv nicht. „Es ist noch zu früh in der Saison. Nicht nur wir, sondern auch die Olper hatten in den ersten Wochen der Saison viele Ausfälle zu beklagen“, relativiert Ziel die Tabellenkonstellation. In den kommenden Wochen könne man mehr Rückschlüsse aus den Resultaten ziehen. 

Die aktuelle Kadersituation beurteilt Ziel als kritisch. Die Lüdenscheider hatten zuletzt vor allem auf der Spielmacher-Position große Probleme. Neben Julius Hahn fällt nämlich auch weiterhin Lukas Weichelt aus. „Weichelt hat auf der Rückraummitte bisher den stabilsten Eindruck gemacht“, bedauert Ziel seinen Ausfall. Hinter einem Einsatz von Marcel Fenner steht zudem ein Fragezeichen. 

Trotz der Personalnot bei den Bergstädtern ist Ziels Blick aber nicht nur auf sein Team gerichtet, sondern auch auf das der Olper. Die Mannschaft sei für ihn derzeit noch schlecht berechenbar, weil sie ebenfalls noch nicht in Bestbesetzung auftrat. „Gut eingelebt hat sich dort schon Johannes Krause“, weiß Ziel. Krause war im Sommer vom RSVE Siegen nach Olpe gewechselt und ergänzt das ambitionierte Team von Joachim Braun, das laut Ziel trotz des eher mäßigen Saisonstarts (nur ein Sieg aus vier Spielen) und des Verlustes von Leistungsträger Wael Horri oben mitspielen werde. 

„Wir sollten die Partie am Samstag daher mit Vorsicht genießen. Ich rechne mit einem offenen Spiel“, betont der HSG-Trainer, der bis vor kurzem vor allem die Abwehr der Lüdenscheider als „Sorgenkind“ betrachtete: „Das hat sich aber gebessert.“ Mit 108 Gegentoren ist die HSG-Deckung sogar derzeit die sechstbeste in der noch jungen Saison. Die HSG kann sich mit einem Sieg Richtung obere Tabellenhälfte bewegen, könnte aber bei einer Pleite auch tiefer in den Tabellenkeller rutschen als ihr lieb ist. 

HSG: Ferizi, Kämmerer – Hurlbrink, Behnke-Schoos, Plate, Beckmann, Mühlbauer, Schmidt, Lausen, Lenz, Broscheit, Fenner (?)

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