HSG Lüdenscheid einfach zu sehr ausgedünnt

Sehr ordentliche Partie: Youngster Marvin Kapp.

LÜDENSCHEID -  „Wir wollen nicht lange nachkarten. Wir sind nicht am übermächtigen Gegner gescheitert, sondern haben einfach schlecht gespielt“, bringt HSG Lüdenscheids Trainer Davor Fath die deutliche 24:33-Heimschlappe gegen den TV Arnsberg auf einen kurzen Nenner.

Dabei hatte der kroatische Coach ungeachtet seiner langen Ausfallliste (S. Weigt, Kämmerer, Schlippe, Füller, F. Paetz) gehofft, das BGL wieder zu einer „kleinen Burg“ ausbauen zu können, die für Gäste künftig wie vor zwei Jahren uneinnehmbar werden sollte. Nach dem Wochenende aber musste der Trainer eingestehen: „Vielleicht haben die Ausfälle letztlich doch zu schwer gewogen.“ Zumal noch hinzu kam, dass neben Sören Miossec (Folgen einer leichten Gehirnerschütterung) auch Niclas Beckmann (Knieverletzung) und Thomas Voss (Schulterprobleme) mit etwas „angezogener Handbremse“ agieren mussten.

Hoffen auf kurze Sperre für Florian Füller

Gerade im Fall von Routinier Voss nicht nur Erklärung für ungewohnte Zurückhaltung im Angriff, sondern auch für eine wenig geglückte Vorstellung auf der vorgezogenen Abwehrposition. „Ich kenne das. Wenn du Schmerzen hast, konzentrierst du dich darauf, dass es möglichst nicht weh tut. Dann hält man sich auch hinten zurück und geht nicht voll zu Sache“, nimmt Fath seinen Routinier in Schutz. Fath sagt aber auch: „Da sieht man, wie wichtig Florian Füller auf dieser Position für uns ist“, und hofft, dass dessen Sperre, so wie es momentan aussieht, schon zum Gastspiel beim TV Halingen am Wochenende ausgelaufen ist.

Dann dürfte auch „Flopper“ Paetz wieder mit an Bord sein, der aus beruflichen Gründen kurzfristig hatte passen müssen. In Verbindung mit einem verbesserten Routinier „Motz“ Prumbaum und den viel versprechenden Ansätzen von Youngster Marvin Kapp müsste dann die HSG-Deckung wieder jene Qualität erreichen können, die sie im Saisonverlauf ausgezeichnet hat.

Jörg Hellwig

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