Schulte-Bausenhagen trifft nur die Hallenwand

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Erlebte mit der HSG in Schwelm einen Krimi mit Happyend: Trainer Davor Fath.

SCHWELM -  Es war ein Krimi mit Happyend für die Landesliga-Handballer der HSG Lüdenscheid: 24:23 (9:11) siegte das Fath-Team am Sonntagabend beim Kellerkind TG Rote Erde Schwelm und baute die tolle Auswärtsserie auf 11:5-Zähler aus. Die HSG hat in der Fremde nach acht Spielen erst einmal verloren.

Von Axel Krüger

Auch wenn die Teams in der Tabelle Welten trennen, war es ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Allerdings zunächst mit Vorteilen für den Gast. Über 0:2 und 2:4 (8.) war die HSG bis zum 6:9 (22.) eigentlich auf Kurs. Dann gönnte Davor Fath seinem Spielmacher Daniel Opitz eine Pause mit Folgen fürs Spiel: Thomas Voss kam – mit ihm und Niclas Beckmann agierten nun zwei HSG-Akteure im Rückraum äußerst unglücklich. So legten die Schwelmer einen 5:0-Lauf bis zur 11:9-Pausenführung hin.

Fath zog seine Konsequenzen, ließ Opitz fortan durchspielen und Voss komplett auf der Bank sitzen. Nach dem 13:10 (32.) glichen die Gäste in ihrer ersten Überzahl des Spiels zum 13:13 aus. Der gute Möller (2) und Matalla legten noch einmal drei Tore für das Kellerkind zum 16:13 vor, doch wieder kamen die Bergstädter zurück und gingen nach 43 Minuten durch ihren besten Torschützen an diesem Abend, Falk Baberg (9/4), erstmals wieder zum 16:17 in Führung. Ein Doppelschlag des in der zweiten Halbzeit starken Sören Miossec – er hatte vor dem Wechsel aufgrund einer Platzwunde an der Lippe passen müssen – brachte der HSG sogar ein 17:20 (50.).

Auch dieser Vorsprung war aber noch kein Ruhekissen. Zwei Füller-Zeitstrafen brachten die Schwelmer, die erstmals von Kai Henning gecoacht wurden, zurück ins Spiel – 22:22 (55.). Beckmann traf hernach zum 22:23 (56.), Baberg ließ von der Siebenmetermarke das 22:24 (59.) folgen. Es folgte ein Ballgewinn des Gastes. Wieder schien die Partie auf dem besten Weg, und wieder kehrte die Spannung zurück.

Rote Karte für Florian Füller

Nach einer Zeitspiel-Entscheidung legte Arne Luft den Ball auf den Boden und bekam dafür eine Zeitstrafe. In Überzahl verkürzte Schütz zum 23:24. Was folgte, war ein Beckmann-Ballverlust – beim Gegenstoß-Versuch der Schwelmer foulte Füller Routinier Rode. Die Referees stellten Füller, der nun eine Sperre erwartet, vom Platz und entschieden auf Siebenmeter. Den Ball nahm sich Schulte-Bausenhagen, dem schon vorher nicht viel gelungen war. Er jagte das Spielgerät oberhalb und neben dem Tor an die Hallenwand. Und damit war der HSG-Sieg unter Dach und Fach.

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