Die Fath-Schützlinge und der verlorene Faden

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Starke erste Halbzeit: Auch in der Abwehr gab die HSG vor dem Wechsel (hier Florian Füller, Dominik Wüllner und Falk Baberg mit vereinten Kräften gegen TVS-Spielertrainer Tihomir Knez) richtig Gas.

Menden - Die Darbietung in der ersten Halbzeit war in einem Leistungsbereich zwischen gut und ausgezeichnet gewesen, doch unterm Strich standen die Landesliga-Handballer der HSG Lüdenscheid am Sonntagabend ohne Ertrag da: 22:28 (13:14) unterlag das Fath-Team beim Tabellendritten TV Schwitten.

Von Thomas Machatzke

Ohne Linkshänder Tobias Birk (Knieprobleme) traten die Gastgeber an. Die HSG dagegen durfte erstmals auf ihren neuen Linkshänder Knut Niegetiet zurückgreifen, zudem stand ebenfalls erstmals in dieser Saison Phil Lausen im Kader. Mit Niegetiet und zunächst noch ohne Lausen legte der Gast sehr gut los, kam sowohl defensiv wie offensiv sehr gut in die Zweikämpfe und hielt das Spieltempo hoch. So entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem sich die Lüdenscheider nach dem 8:8 (17.) ein wenig absetzten (8:11, 21.). Gefühlt waren die Bergstädter bis zum Wechsel das bessere Team, und doch kippte die Partie bis zum Seitenwechsel, was unter anderem an den Paraden des starken Peichert lag. Nach 16 Minuten hatte er den glücklosen Kampmeier zwischen den Pfosten ersetzt und bis zum Wechsel nicht nur Siebenmeter von Baberg und dem früh mit zwei Zeitstrafen belasteten Walter entschärft, sondern zahlreiche weitere freie Bälle. Dank Peichert gingen die Hausherren mit den Pausenpfiff durch eine „Marke“ von Torsten Becker 14:13 in Führung –schmeichelhaft.

Manndeckung für Spielertrainer Knez

Die erste Hälfte hatte Lust auf mehr gemacht, doch diese Lust verging der HSG nach der Pause schnell. „Wir haben völlig den Faden verloren – darüber müssen wir reden, weshalb wir da unser bis dahin so erfolgreiches Konzept verlassen haben“, stellte Davor Fath fest. Bis zur 45. Minute gelangen nur Phil Lausen zwei Treffer für die HSG. Das übrige Team zeigte ein Potpourri aus Fehlwürfen gegen den weiter starken Peichert und leichten technischen Fehlern. Bis auf 21:14 enteilten die Schwittener bis zur 44. Minute.

So war die Partie praktisch entschieden, auch eine kurze Deckung für Schwittens Spielertrainer Knez war nicht der Schlüssel zu einer Wende. Die Gastgeber suchten und fanden weiterhin immer wieder Löcher in der HSG-Defensive, Peichert hatte zudem weiter Spaß daran, seinen Punktsieg im Torhüterduell zu einem haushohen zu machen. Am Ende hieß es 28:22. Und das war aufgrund der zweiten Hälfte verdient.

TVS:  S. Kampmeier, Peichert (ab 16.) – S. Becker (6), Knez (6), T. Becker (6/4), Löbbecke (5), Poth (3), Pasche (1), Hormann (1), O. Kampmeier, Schlüter (n.e.)

HSG: Kapp, Buyna (37.-54.), von Oepen (ab 54.) – Lausen (4/1), Baberg (4/2), Niegetiet (3), Walter (3), Füller (3), Jaschke (3/1), Kroll (1), Kämper (1), Wüllner, Broscheit, Miossec

Schiedsrichter: Hallmann/Kaschube (Hagen)

Zeitstrafen:  TVS 5, HSG 3

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