Handball-Landesliga

HSG beim Tabellennachbarn chancenlos

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Sicherer Siebenmeterschütze: Justus Jaschke.

Menden - Der Sprung auf Platz fünf wäre für die HSG Lüdenscheid in der Handball-Landesliga das Optimum des Sonntags gewesen. Davon aber war das Schnippering-Team im Gastspiel beim Tabellennachbarn TV Schwitten weit entfernt. Ohne die etatmäßigen Keeper und Benno Walter (Kursfahrt) im Rückraum, Füller und Froitzheim war die HSG chancenlos, verlor 17:25 (7:13).

Nach 9:48 Minuten bemühte Volker Schnippering für den Gast bereits die erste Auszeit. 5:0 stand es da für die Gastgeber, die hinten kompakt standen und mit Keeper Kevin Peichert den auffälligsten Akteur der ersten Viertelstunde in ihren Reihen hatten. Die Lüdenscheider hatten dem wenig entgegen zu setzen. Vorne fehlte auch ein wenig das Glück, hinten häufig die letzte Entschlossenheit gegen den Schwittener Knez-Handball, eine Mischung aus Konzepthandball und Handball mit Auge, auf jeden Fall aber in überschaubarem Tempo. Die Abwehr ließ hier Aushilfskeeper Lukas Rohr aus der Reserve, der insgesamt eine gute Leistung zeigen sollte, gerade gegen Würfe aus dem Rückraum zu sehr im Stich. 

Nach der Auszeit fing sich die HSG immerhin und kam bis auf 9:6 (23.) heran. In dieser Phase flackerte auf, wie es für den Gast hätten gehen können gegen die Schwittener – mit Kompaktheit und Ballgewinnen in der Defensive und Konsequenz im Abschluss. Bis zur Pause aber waren beim 13:7 die Fronten wieder klar, auch weil Fenner nun Jaschke auf der Rückraum-Mitte nicht adäquat zu ersetzen wusste. 

Wenn es zur Pause noch Zweifel an einem Schwittener Sieg gab, so waren sie spätestens beim 19:10 nach 40 Minuten ausgeräumt. Der Rückraum mit Lausen, Fenner und dem extrem unglücklich agierenden Bölling leistete sich in dieser Phase zu viele leichte Fehler, die Hausherren dagegen nutzten ihre Chancen kaltschnäuzig aus, ließen allerdings nach dem 20:11 die Zügel schleifen (acht Angriffe ohne TVS-Tor). 

Die letzten sechs HSG-Tore gehen auf Lausens Konto

Zur Aufholjagd der Gäste kam es aber nicht, weil in der Offensive Phil Lausen längst der Alleinunterhalter war. Die letzten sechs HSG-Tore gingen auf sein Konto, die Schwittener nahmen es relativ gelassen. In den Schlussminuten versuchten sie auch ohne Knez noch das eine oder andere Highlight zu setzen, nicht jede Idee trug dabei Früchte. Bei der HSG durfte in den letzten zehn Minuten Marcin Ostrowski im Tor seine Saison-Premiere in der Landesliga feiern. Das 25:17 am Ende war leistungsgerecht. An diesem Abend war die HSG keine wirkliche Herausforderung für den alten und neuen Tabellenfünften. 

TVS: Peichert, S. Kampmeier (bei einem Siebenmeter) – Knez (8/1), Poth (7), T. Becker (3), S. Becker (3/1), Hormann (3/1), O. Kampmeier (1), Pasche, Löbbecke
HSG: Rohr, Ostrowski (ab 50.) – Lausen (10), Baberg (3), Jaschke (3/3), Fenner (1), Bölling, Radziej, Kroll, Winkhaus, Miossec, Elverfeld
Schiedsrichter: Helfrich/Prüfer (Hagen)
Zeitstrafen: TVS 1, HSG 2
Zuschauer: 100

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