Für Zählbares fehlt noch die Sicherheit

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Ließ in der entscheidenden Phase zwei Großchancen aus: Florian Füller.

Schwerte - Eine Niederlage bei der heimstarken HSG Schwerte/Westhofen war für die HSG Lüdenscheid zum Start in der Handball-Landesliga zu befürchten gewesen. Eine 22:27 (9:14)-Niederlage wurde es. Verdient war diese Niederlage – und doch eigentlich vermeidbar.

Von Thomas Machatzke

Es war nicht die Art von Auftaktspiel, in dem die Lüdenscheider Zeit gehabt hätten, gemächlich ihren Rhythmus zu finden. Die ballorientierte und laufintensive 4+2-Abwehr der Gastgeber ließ dem Fath-Team keine Ruhe. Die Lüdenscheider suchten Antworten, aber ihnen fehlte die Sicherheit, um das mitunter sehr löchrige Abwehrsystem der Schwerter nüchtern auszuspielen. Zu den unnötigen Ballverlusten gesellte sich in Halbzeit eins gerade bei Falk Baberg viel Wurfpech.

Bei den Schwertern wirbelten dafür auf der linken Angriffsseite Höntsch und Denissov, erzielten bis zur Pause zusammen acht Treffer. Das reichte, um den Unterschied auszumachen. Nach dem 8:7 (21.) legten die Kohl-Schützlinge einen Zwischenspurt bis zur 14:9-Pausenführung ein. Als Zugabe auf die schwachen Minuten 21 bis 30 knallte kurz vor der Pause auch noch Keeper Volker von Oepen mit dem Kopf vor die Wand der engen Schwerter Halle und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

Es waren nicht die besten Voraussetzungen für Halbzeit zwei, doch die Lüdenscheider machten ihre Sache nach dem zwischenzeitlichen 15:9 gut. Benedikt Walter übernahm nun immer mehr Verantwortung, Arne Luft spielte seine Schnelligkeit auf. Die Umstellung der Abwehr auf ein 6:0-Format zeigte zudem Wirkung. Beim 16:15 durch den nun besseren Baberg (39.) war der Gast wieder im Spiel. Aber nur kurz. Ausgerechnet in Überzahl verlor das Fath-Team wieder den Faden, ließ Füller gleich zwei beste Chancen aus und machte danach für Kroll Platz.

Die Schwerter zogen auf 20:16 davon (44.). Das reichte – in der Schlussviertelstunde steckten die Bergstädter zwar nie auf, doch weil sie bis zum Ende das Kreisläuferspiel der Schwerter über Decker nicht in den Griff bekamen, kamen sie letztlich auch nicht mehr für Zählbares in Frage.

Schwerte: Emde, Klepping (ab 52.), Polesny (n.e.) – Decker (7), Höntsch (6), Nickolay (5/4), Denissov (4), Klostermann (3), Yaltzis (1), Arnhold (1), Pavlovic, Angel, Bönninghausen, Hengstenberg

Lüdenscheid:  von Oepen, Buyna (ab 30.) – Walter (7/4), Luft (4), Baberg (3), Füller (2), Kahlstadt (2), Paetz (1), Bölling (1), Jaschke (1), Broscheit (1), Kroll, Kämper, Wüllner

Schiedsrichter:  Krämer/Spies (Kreuztal)

Zeitstrafen: Schwerte 7, Lüdenscheid 1

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