Mangelhaftes Überzahlspiel kostet alle Chancen

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Machte trotz seiner Grippe ein starkes Spiel in der Rückraummitte der Lüdenscheider: Daniel Kahlstadt.

Hohenlimburg - Ende gab es zwar erwartungsgemäß nichts zu ernten für die HSG Lüdenscheid im Freitagabendspiel beim Titelaspiranten HSG Hohenlimburg. Immerhin aber verkaufte der Landesligist aus der Bergstadt seine Haut teuer und ärgerte den hohen Favoriten zumindest phasenweise. Am Ende aber siegte Hohenlimburg verdient 27:21 (13:8).

Von Jörg Hellwig

Die Lüdenscheider hielten zu Beginn gut mit (2:2), mussten das Simec-Team allerdings bald auf 5:2 und 8:4 (17.) ziehen lassen. Dabei fanden die Gäste sogar immer wieder Lücken gegen die überraschend im 5+1-System deckenden Hohenlimburger, doch vor allem Lausen hatte eine ganz schlechte Quote.

Besserung trat ein, als der grippegeschwächte Kahlstadt in der Rückraum-Mitte für Kroll, den Stellvertreter des fehlenden Jaschke, kam. Dem langen Werdohler gelangen direkt drei Treffer, beim 9:8 war Lüdenscheid wieder im Match (21.). Trotz einer Zeitstrafe gegen Bogdan Wittke legten die Hausherren zum 10:8 nach, Sascha Simec stellte zudem nun die Abwehr auf ein 6:0-Format um. So gelang Lüdenscheid bis zur Pause kein Tor mehr (13:8), unter anderem hatten Walter und Kämper in Durchgang eins zwei Siebenmeter ausgelassen. Ein besseres Resultat war durchaus möglich gewesen.

Nach dem Wechsel hielt der Außenseiter bis zum 15:12 bestens dagegen, doch dann brach das mangelhafte Überzahlspiel dem Nebert-Team das Genick: Beim 17:13 hatte man in Überzahl die Chance, heranzukommen, doch Hohenlimburg traf zum 19:13. 2:5-Treffer in drei Überzahl-Situationen gaben die Richtung vor. Über 21:15 zog der Gastgeber auf 24:16 davon.

Bergstädter lassen sich nicht hängen

Die Bergstädter ließen sich immerhin nicht hängen, arbeiteten in der Abwehr fleißig und probierten auch vorne viel, wobei Benedikt Walter ein gutes Spiel machte, allerdings auch der bestbewachte Mann des Abends war. Am Ende stand ein 27:21 zu Buche. Standesgemäß war das für eine nicht meisterliche, aber souveräne Hohenlimburger Mannschaft und achtbar für die Gästesieben.

Hohenlimburg: Hering, Mang (ab 53.) – Tolksdorf (3), Geisler (4), Pallasch, Marks (4), Chwalek, Göbels (4), Holletz (n.e.), P. Wittke (1), B. Wittke (2), Strohhammer (6/6), Arlt (3)

Lüdenscheid: Bahr, Kapp (ab 40.) – Bölling, Füller (2), Kämper (3/1), Walter (3), Broscheit, Kroll (1), Niegetiet (4), Kahlstadt (5), Miossec (1), Lausen (2/1)

Schiedsrichter:  Binder/Krause (Halver/Schalksmühle)

Zeitstrafen:  Hohenlimburg 6, Lüdenscheid 6

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