Handball: Derby in der Landesliga

HSG will den Kurs korrigieren

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Der vom Arbeitseinsatz im Süden zurückgekehrte Alex Nitsch (links) und Co. müssen das Kreisläuferanspiel an René Heupel und seinen Teamkollegen Robert Csunderlik möglichst schon im Keim ersticken.

Lüdenscheid - Derbyzeit in der BGL-Halle: Erstmals seit dem Aufstieg der SGSH Dragon II im Vorjahr dürfen sich die Landesligahandballer der HSG Lüdenscheid wieder auf ein Kreisduell freuen. 

Aufsteiger TS Evingsen gastiert am Samstag (18 Uhr) in der dunklen „Heimfestung“ und sorgt dort mit Sicherheit für ein gut gefülltes Haus. Die Vorgabe von Lüdenscheids Coach Friedhelm Ziel ist klar: „Wir haben gegen einen top besetzten Gastgeber in Hagen verloren, da wollen wir auf jeden Fall beide Punkte holen“, setzt er sein Team schon unter Erfolgsdruck. 

„Das ist eine sehr unbequem zu spielende Mannschaft“, hat Ziel Respekt vor den Gästen, die vom ehemaligen Lüdenscheider Damentrainer Sascha Schmoll in die Landesliga geführt wurden, bereitet sein Team aber gewohnt akribisch auf den Gast vor, der überraschend mit einer Punkteteilung gegen Olpet gestartet ist, dabei sicher aber auch von der lautstarken Heimkulisse und der harzfreien Halle profitierte. 

Beim Videostudium glaubt Ziel, die Stärken der Burgstädter ausgemacht zu haben. „Die Turnerschaft hat ein exzellentes Kreisläuferspiel, über das im Angriff ganz viel läuft“, sieht er die abgezockten Csunderlik und Heupel in wichtigen Rollen, „die Anspiele kommen von allen Positionen. Ansonsten versucht Evingsen, verstärkt seine Qualitäten im Eins-gegen-Eins über Lohmann und Lüling zu nutzen.“ 

Robert Csunderlik (rechts) und die TS Evingsen haben sich akribisch auf das Derby in der Bergstadt vorbereitet.

Um dem Gast diese Qualitäten zu nehmen, ist eine Steigerung der Defensive gegenüber Hagen unumgänglich, „aber daran haben wir gearbeitet.“ Und auch auf die Deckung der TSE hat der HSG-Coach seine Mannen eingestellt: „Evingsen wird wohl versuchen, Phil Lausen auf halblinks offensiv anzugehen und spielt auch offensiv auf der rechten Abwehrseite gegen den Außen, um das Angriffsspiel des Gegners auf dessen rechte Seite zu zwingen“, lautet Ziels Erkenntnis. 

Schmoll sieht sein Team allerdings in keiner allzu großen Drucksituation: „Wir können befreit ins Derby gehen. Von uns erwartet keiner, dass wir auswärts in Lüdenscheid zwei Punkte holen“, sagt TSE-Trainer Sascha Schmoll, der sein Team in diesem Kreisduell fraglos in der Außenseiterrolle sieht: „Lüdenscheid muss gewinnen, wir können gewinnen. Fest steht doch, dass die HSG ganz andere Ziele hat als wir“. 

TSE-Coach Sascha Schmoll muss auf Neuzugang und Abwehrspezialist Christian Becker (privat verhindert) sowie Linksaußen Ingo Menzel verzichten, sucht nach dem tragischen Unfalltod von Spielmacher Marian Buczek auf der Mitte weiter nach der Bestbesetzung, hat aber mit Sebastian Lohmann für den linken Rückraum einen Torjäger hinzugewonnen. 

Bei der HSG setzt sich das „Wechselspiel“ der vergangenen Wochen fort: Der ohnehin angeschlagene Spielmacher Lukas Weichelt hat sich in Kurzurlaub verabschiedet, dafür ist Marcel Fenner wieder an Bord. Absprachegemäß wechselt Ben Schmidt wieder in die Reserve, dafür kommt Phil Bieker hoch ins Landesligateam, zu dem aus dem Süden auch Kreisläufer Alex Nitsch wieder zurückgekehrt ist. 

Während Julius Hahn (Bänderriss) und Langzeitausfall Maurice Duda auch noch längerfristig ausfallen, ist Basti Mühlbauer wegen einer Familienfeier in den neuen Bundesländern nicht an Bord. 

HSG: Kämmerer, Ferizi – C. Broscheit, Bieker, Beckmann, Fenner, Behnke-Schoos, Hurlbrink, Nitsch, Lausen, Plate

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