Fulminantes zum Schluss: Aufholjagd sichert Punkt

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Drehte nach schwacher erster Spielhälfte nach dem Wechsel auf und erzielte seine fünf Treffer in der Mendener Kreissporthalle allesamt im zweiten Durchgang: Niclas Beckmann.

Menden - Die HSG Lüdenscheid hat in der Handball-Landesliga nach drei klaren Niederlagen in Serie ihre Negativserie gestoppt: Beim stark ersatzgeschwächten TV Schwitten erkämpfte das Fath-Team dank eines fulminanten Endspurts beim 24:24 (11:10) einen Punkt.

Von Thomas Machatzke

57 Minuten lang war der Auftritt der Bergstädter nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Der Trainer war trotzdem erleichtert. „Wir haben endlich mal gekämpft. Die Leistung war weit weg von dem, was wir spielen können. Aber der Punkt ist verdient“, bilanzierte Davor Fath nach der Partie.

Die Gastgeber hatten es bis zum HSG-Spiel auf 625 Saisontore gebracht. Die Schützen von 337 davon (Koerdt, Knez, Schlüter, Luther und Thonemann) fehlten gegen die Bergstädter aus verschiedensten Gründen. Es war für die Gäste eigentlich eine günstige Gelegenheit, um Zählbares aus der Kreissporthalle zu entführen. Aber die HSG hatte mit sich zu kämpfen. Auf der Suche nach einem Spielmacher-Vertreter brachte auch der Schwitten-Ausflug die Bergstädter keinen Schritt weiter. Von den von den Halbpositionen ins Zentrum verpflanzten Akteuren (Beckmann, Voss) drängte sich keiner auf für die Spielgestaltung. Gerade die Voss-Bilanz war offensiv unterm Strich verheerend.

So war es ein Kräftemessen von zwei Teams, deren Trainer den Mangel verwalten mussten. Das führte immerhin dazu, dass es spannend war. Bei der HSG kam erschwerend hinzu, dass die Abwehr im Innenblock große Probleme mit einer immer wiederkehrenden einfachen Auslösehandlung über Kreisläufer Torsten Becker (7) hatte. Bei wechselnden Besetzungen zeigte sich der Lüdenscheider Innenblock nicht wirklich lernfähig.

Aufholjagd nach 20:24-Rückstand

Aber es gab auch Positives: Marvin Kapp im Tor hinterließ einen guten Eindruck, Falk Baberg (7/2) überzeugte vor, Niclas Beckmann (5) nach dem Seitenwechsel. Und auch Sören Miossec (5) machte ein gutes Spiel. Trotzdem schien die Partie verloren, als der TVS von 20:19 (49.) auf 24:20 (57.) enteilte. Drei Minuten blieben. Drei Minuten, in denen die HSG viel richtig machte. Die 3+3-Abwehr brachte den TVS aus dem Tritt, in der Vorwärtsbewegung zeigte der Gast die nötige Entschlossenheit und sicherte nach Miossecs 24:24 (59.) zumindest einen Punkt. Es hätten sogar zwei sein können. 30 Sekunden vor dem Ende gewann die HSG den Ball. Danach schaffte sie es aber nicht mehr, auch nur eine Wurfchance zu bauen. Aber das Remis – es war gerecht, und es hinterließ beim Gast mehr Freude als bei den Hausherren.

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