HSG klettert auf Rang fünf

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Traf zweimal vor dem Wechsel gegen die Mendener: HSG-Rechtsaußen Calvin Broscheit.

Lüdenscheid – Durchatmen bei Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid: Nach einem sehr intensiv geführten Kreisderby haben die Bergstädter mit einem letztlich noch klaren 32:25 (12:13)-Erfolg über die SG Menden Sauerland Wölfe II erstmals in dieser Spielzeit ein positives Punktekonto erreicht und sich auf Tabellenplatz fünf geschoben.

 Die deutliche Differenz allerdings täuscht ein wenig über den engen Spielverlauf im Lüdenscheider „Ausweichquartier“ am Wehberg hinweg – bis zehn Minuten vor Spielende war der Gast beim 23:22 nämlich noch voll im Rennen, ehe der Wefing-Sieben auf der Zielgeraden buchstäblich die Luft ausging.

Die Hausherren hatten stark begonnen, sich mit hohem läuferischen Einsatz auch in der Defensive einen 8:4-Vorsprung herausgeschossen (15.), dann freilich vor allem offensiv ihre Linie eingebüßt und zu viele Chancen in der von beiden Seiten verbissen geführten Begegnung liegen lassen. Die SG-Reserve verlor im Laufe der Partie Torwartroutinier Kraume (Schulterverletzung) und Trainersohn Lauritz Wefing (Fingerglied ausgekugelt), kämpfte sich aber vor allem dank des nicht auszuschaltenden Heinemann wieder an die HSG heran, glich beim 9:9 aus und hatte zum Wechsel gar mit einem Treffer die Nase vorn (13:12).

Glück hatte auf Seiten der Hausherren Rückraumspieler Niclas Beckmann, dass er im zweiten Durchgang noch mitmischen durfte: Sein Griff in den Arm von Heinemann (23.31) hätte durchaus auch „rot“ bedeuten können, das im zweiten Durchgang dann der neue HSG-Abwehrmittelmann Marc Kedzierski nach zuvor sehr guter und engagierter Vorstellung wegen groben Fouls zu Recht sah (49.43). Auf der Gegenseite hätte dieses Schicksal sehr wohl auch Daniel Meisterjahn ereilen können, der HSG-Torjäger Phil Lausen über die gesamte Spielzeit wahrlich nicht nur mit erlaubten Mitteln knüppelhart „bearbeitete“.

Die HSG wirkte nach Wiederbeginn einen Tick entschlossener als vor dem Wechsel und gewann von Minute zu Minute Qualität im Abschluss zurück. Den Zwei-Tore-Rückstand nach Joel Jüngers 12:14 wandelten sie in eine 15:14-Führung durch den starken Plate um, gaben die Führung letztmals beim 16:17 aus der Hand. Vielleicht jetzt entscheidend, dass die Gastgeber Heinemann in Manndeckung nahmen und die „Wölfe“ die fünf HSGer am eigenen Kreis nicht oft genug in Seitwärtsbewegungen bringen konnten. Zudem zeigte Kämmerer jetzt ein halbes Dutzend Klasseparaden. Auch ein wichtiger Baustein für den HSG-Erfolg: Zwei Unterzahlspiele entschieden die Bergstädter mit jeweils 2:1 für sich, hatten beim 23:20 wieder drei Tore vorgelegt.

Trotz nochmaligen Gästeanschlusses durch Poth und Zimny und der Roten Karte gegen Kedzierski ließen sich die Lüdenscheider nicht mehr vom eingeschlagenen Siegkurs abbringen. Mit viel Willen und kämpferischem Einsatz brachen Nitsch, Weichelt und Plate mit dem 26:22 den Widerstand der nun sichtlich resignierenden Gäste und feierten mit der HSG einen letztlich verdienten, wenn auch zu hoch ausgefallenen Sieg. Beste Schützen beim Sieger waren Plate (9/1) und Lausen (7), bei den „Wölfen“ Heinemann (8/2), Zimny (4) und Meisterjahn (4/2).

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