HSG Lüdenscheid erkauft sich den Arbeitssieg teuer

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Niclas Beckmann sucht energisch den Abschluss gegen die Letmather Böker und Gudd, war am Samstag acht Mal für die HSG erfolgreich.

LÜDENSCHEID -  Landesligist HSG Lüdenscheid verbreitete keinen Glanz wie vor 14 Tagen beim Remis in Schalksmühle, sammelte aber zwei weitere Punkte und festigte mit einem 24:21 (11:10)-Arbeitssieg über den Letmather TV den Platz am unteren Ende der ersten Tabellenhälfte. Die HSG musste den Erfolg freilich mit offenbar schwerer Knieverletzung von Markus Schlippe teuer bezahlen.

Der hatte sich nach gut zwölf Minuten in einem eher normalen Zweikampf das Knie verdreht und musste die Sportklinik aufsuchen. Ein erster Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestätigte sich zwar wohl nicht, aber eine endgültige Diagnose steht im Laufe der Woche noch aus.

Die erste Halbzeit verlief überhaupt so gar nicht nach Geschmack von Trainer Davor Fath: Seine Mannschaft begann zwar selbstbewusst, aber längst nicht so konzentriert wie beim letzten Auftritt. Hektik und viele Einzelaktionen waren in der Offensive angesagt. Eine aggressive Letmather Deckung, in der ein mitunter sehr rustikal zupackender Sebastian Temp erstaunlicherweise in 60 Minuten nicht eine Zeitstrafe kassierte, machte der HSG das Leben mehr als schwer, ein gut aufgelegter Müller im Tor sorgte ebenfalls dafür, dass sich die Lüdenscheider Torquote in Grenzen hielt. Das war freilich auf der Gegenseite nicht anders: Die 5:1-Formation der HSG ließ sich zunächst nur von Jörres düpieren, erarbeitete sich aber nach dem 3:5-Fehlstart (11.) vor allem dank Dynamik und Willensstärke Beckmanns und Babergs über 6:6 (19.) einen knappen Pausenvorsprung (11:10, Füller).

Nach Wiederbeginn die entscheidende Phase: Opitz führte nicht nur klug Regie, sondern hatte auch die schnellen Beine, um den Bewachern dreimal entscheidend zu entwischen. Baberg, Paetz, Füller und Beckmann und eine sehr gute Defensive taten ein Übriges, beim 18:12 (40.) war die Vorentscheidung gefallen.

Die HSG hielt die Drechsel-Sieben nämlich auf Distanz, konnte sich nach einer Dreiviertelstunde erlauben, öfters durchzuwechseln, ohne noch ernsthaft in Gefahr zu geraten, die Punkte aus der Hand zu geben. Obwohl Letmathes Ludwig nun Gegenstöße laufen konnte und „Riese“ Stratmann am Kreis auch Bälle ergatterte. Bis zum 24:19 (Bölling) blieb’s beim Fünf-Tore-Abstand, ehe der HSG die Konzentration zuletzt flöten ging. Jörg Hellwig

HSG: Kämmerer, Prumbaum (n.e.) – Bölling (2), Luft (1), Füller (2), Baberg (6/1), Beckmann (8/1), F. Paetz (2), Opitz (3), Czekalla, Voss, Schlippe

LTV: Müller, Schulte (ein 7 m) – Böker (2), Gudd, Stratmann (3), Münzer, Ludwig (4), Wunderlich, S. Temp, C. Temp (2), Budde (3), vom Hofe, Jörres (3), Alissa (4)

Schiedsrichter: Helfrich,/Prüfer (Hagen)

Zeitstrafen: HSG 2, LTV 2

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