34:33-Auswärtssieg in Schwerte

Jaschke lässt Schnippering-Team jubeln

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Entschlossen nimmt Justus Jaschke zwölf Sekunden vor Schluss Maß zum 34:33-Siegtor für die Bergstädter, der Rettungsversuch von Sebastian Ablas kommt zu spät.

Schwerte - Entspannungshandball wie gegen Wellinghofen bleibt die Ausnahme: Am Sonntagabend spannten die Handballer der HSG Lüdenscheid Trainer Volker Schnippering und ihren Anhang beim hauchdünnen 34:33 (16:16)-Erfolg beim Namensvetter Schwerte-Westhofen wieder bis zur Schlusssekunde auf die Folter.

Der Coach war längst völlig heiser, als Spielmacher Justus Jaschke zwölf Sekunden vor Schluss den Endstand besorgte, weil Jörn Bahr acht Sekunden später den finalen Abschluss von Timm Höntsch meisterte. Bis dahin hatten beide Teams dem eher spärlichen Anhang mit ihren vielen Leistungshochs und -tiefs durch Wechselbäder der Gefühle gejagt.

Schwertes Neu-Coach Kai Henning hatte mit einer offensiven 3:3-Abwehr über weite Strecken der ersten Halbzeit überrascht. Der Gast, der neben Froitzheim kurzfristig auch auf Winkhaus (steckte in Hessen im Stau) verzichten musste, blieb unbeeindruckt und legte ein 4:1 (8.) vor. Doch als die Räume für die Lausen, Walter und Co. immer kleiner wurden, zudem Schwertes Keeper Emde einige schwere Bälle parierte, während auf der Gegenseite Bahr gänzlich glücklos blieb, drehte Schwerte den Spieß um: Spielmacher Tim Schröder traf selbst mit toller Quote, und als Linksaußen Denissov mit dem 10:9 die erste Schwerter Führung gelang, schwante den Gästen Böses, vor allem nach dem 10:13 (21.). Doch kurzfristig erwischte die HSG eine Hausse, warf fünf Tore in Folge, ehe der Hausherr zum Wechsel wieder ausglich.

Erstmals positives Punktekonto

Und Paukstadt und Co kamen konzentrierter aus der Kabine, legten beim 21:18 (36.) und 23:20 (40.) zweimal eine Drei-Tore-Führung vor. Schnippering warf den Notanker, brachte den trotz Fingerverletzung bereitstehenden Kapp. Der hielt einige passable Bälle, so dass bei Walters 25:24 (45.) der Gast wieder vorn lag, der trotz etlicher technischer Fehler auch mit Falk Baberg im Rückraum noch eine Trumpfkarte hatte, die zunehmend stach, während bei Phil Lausen die Kräfte schwanden.

Die Partie blieb spannend, weil auch die Lüdenscheider drei Zwei-Tore-Führungen – zuletzt 29:27, Miossec (51.) – nicht nutzen konnten, um sich abzusetzen. So durfte wieder gezittert werden, bis der erste positive Punktestand dieser Saison unter Dach und Fach war.

HSG S/W:  Emde – Yaltzis (1), Höntsch (4), Ablas (2), Paukstadt (8/5), Denissov (5), Hengstenberg, Schröter (7), Decker (3), Nickolay, Arnold (2), Pavlovic (1)
HSG Lüd.: Bahr (1. - 40., ab 54.), Kapp (40. - 54.) – Bölling (3), Baberg (6), Füller, Walter (6), Fenner (4), Kroll, Lausen (10/4), Jaschke (3), Miossec (2)
Schiedsrichter: Borkenhagen/Stoppelkamp (Neheim/Sundern)
Zeitstrafen: Schwerte 4, Lüd. 3

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