Das kurzfristige Ziel heißt Planungssicherheit

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Noch zwei Punkte auf dem Wunschzettel fürs Fest: Falk Justus Baberg.

LÜDENSCHEID -  Wenn sich die HSG Lüdenscheid in der Handball-Landesliga für das Weihnachtsfest 2014 etwas wünschen dürfte, dann wäre es aktuell wohl vor allem eines: Planungssicherheit. Ein Heimsieg noch gegen die Reserve des Soester TV (Samstag, 19.15 Uhr, BGL-Halle), und mit 14:10-Punkten müsste der Blick definitiv nicht mehr nach unten gehen. Im Januar könnte beim Basteln am neuen Kader Tempo aufgenommen werden.

Vor diesem Tritt aufs Gaspedal allerdings soll am Samstagabend erst in der BGL-Halle noch einmal Tempo gemacht werden. Gegen die Bördestädter ist die HSG auf dem Papier Favorit. Für Gästetrainer Jan Stoppelkamp allerdings nicht wirklich. „Lüdenscheid ist ein Gegner, mit dem wir uns auf Augenhöhe sehen. Da ist auf jeden Fall was drin“, sagt Stoppelkamp und erhofft sich Zählbares.

Die Soester hätten Punkte dabei in der Tat nötiger als die HSG. Mit nur sechs Pluspunkten ist das Team aktuell Tabellenzehnter und spürt den Atem der Mannschaften aus dem Keller im Nacken. Eine Ausbeute, die den umgruppierten STV, der wieder mit den Rückkehrern Malte Zyprian und Justus Jaschke plant, nicht zufriedenstellt.

Die Lüdenscheider dagegen plagen weiter Personalprobleme. Weigt und Voss fallen weiterhin aus, Bölling ist noch angeschlagen, Schlippe bereits im Urlaub. Bei Florian Paetz hat sich zudem eine Brandblase am Fuß entzündet – Einsatz fraglich. Für ihn soll Routinier Daniel Adam aus der Reserve nachrücken. „Dann müssten wir die Deckung nicht komplett umbauen“, sagt Co-Trainer „Motz“ Prumbaum. Der Halveraner wird heute auf der Bank gemeinsam mit Thomas Voss die Verantwortung haben, weil Coach Davor Fath bereits in den Weihnachtsurlaub in die kroatische Heimat entschwunden ist.

Auch wenn der Gegner tempofest ist, will auch die HSG auf die Trumpfkarte Tempospiel setzen. „Wir brauchen eine aggressive Abwehr und müssen dann Ballgewinne zur ersten und zweiten Welle nutzen“, sagt Prumbaum, „außerdem haben wir uns in dieser Woche intensiv auf die offensive Deckung der Soester vorbereitet.“ So sieht er das Team gut gewappnet, hat nur eine Sorge. „Ich hoffe, dass die Personaldecke nicht zu dünn ist.“ Für mögliche weitere Planungen wäre Letzteres sehr ärgerlich.

Thomas Machatzke

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