HSG Lüdenscheid legt den Schalter um

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Florian Füller erzielte sechs Treffer gegen Bösperde und verdiente sich ein Sonderlob von Trainer Volker Schnippering.

Lüdenscheid - „Respekt vor meiner Mannschaft, dass sie es nach zwei Spielen und gut 15 Minuten geschafft hat, den Schalter umzulegen und sich von einer auf die andere Sekunde wieder als echte Mannschaft zu präsentieren.“

HSG Lüdenscheids Trainer Volker Schnippering war nach dem wichtigen 28:25-Erfolg über DJK SG Bösperde auch ein wenig stolz auf sein Team.

Denn alle Forderungen nach Rückkehr zu diesem – offenbar in dieser Saison Berge versetzenden – Zusammenhalt auf dem Feld hatten zuletzt nicht gefruchtet, da hatte die HSG nicht mehr die unbedingte Willensstärke und Leidenschaft gezeigt, die sie während einer langen Erfolgsserie an den Tag gelegt hatte. Aber nach dem 5:11 (16.) war es gegen die Nordkreishandballer soweit: Die Basis für den späteren Erfolg legte einmal mehr die Deckung, die seit Amtsantritt des Trainers einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist. Ob auf den Halbpositionen Bölling, Baberg oder sogar auch Torjäger Lausen – alle legten mächtig zu und halfen Keeper Rohr, der am Samstagabend keinen guten Tag erwischt hatte.

Adam überzeugt als Organisator

Dazu kam mit Routinier Daniel Adam ein Mann in der Defensivmitte, der sich nahtlos als starker Organisator und Kreisläuferbekämpfer einfügte, als Klubchef Sören Miossec nach zwei frühen Zeitstrafen des sehr ordentlichen Schiriduos Hallmann/Kaschube (Hagen) für die mitunter körperbetonte Abwehrarbeit gegen einen nämlich sehr robust agierenden Gast für längere Zeit ausfiel. Und vorne vor bot als Störspieler Florian Füller ebenfalls plötzlich eine sehr engagierte und aggressive Leistung, so dass die Kreuzbewegungen der Gäste im Rückraum erschwert wurden. Ein Gesamtpaket mit Verdichtung zur Spielfeldmitte, dass auch den Wergen-Brüdern nur eingeschränkte Entfaltungsmöglichkeiten bot und letztlich entscheidend für den Erfolg war, obwohl es die Bergstädter im Angriff noch ab und an zwickte, zu früh und unvorbereitet abgeschlossen wurde.

Baberg sorgt halbrechts für Druck

Neben Falk Baberg, der auf der ungeliebten Position im halbrechten Rückraum sehr gefällig und druckvoll agierte, verdiente sich Linksaußen Florian Füller ein Sonderlob des Trainers. Beflügelt durch sein gutes Defensivspiel, strotzte er plötzlich auch vorn vor Selbstvertrauen. Lohn waren sechs blitzsaubere Treffer – eine Quote wie seit Monaten nicht mehr. Trainer Volker Schnippering freute sich über diese Leistungsexplosion: „Sicher Florians beste Saisonleistung.“

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