HSG vom Gast regelrecht vorgeführt

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Lukas Weichelt von der HSG fand  auch erst im zweiten Durchgang Lücken im Bösperder Abwehrbollwerk um Tim Stracke und Tim Voss.

Lüdenscheid - Erste Saisonniederlage für die HSG Lüdenscheid, und was für eine: Die Schnippering-Sieben wurde von der DJK SG Bösperde beim 27:36 (10:16) regelrecht „abgewatscht“: Der sichtlich gefrustete HSG-Coach konstatierte: „Mit dem Resultat sind wir sogar noch richtig gut bedient, Bösperde war heute auf jeder Position besser besetzt als wir.“

 Was die von-Estorff-Sieben mit einem schön anzuschauenden Kempa-Trick durch Butzek zum 0:1 begann, führte sie konsequent fort, entpuppte sich als technisch sehr gut ausgebildetes Kollektiv, das die HSG ganz alt aussehen ließ. „Wir haben in der Abwehr nie Zugriff auf die Bösperder bekommen“, war Schnippering frustriert über viele falsche Lösungen in der Defensive. Wurden die Rückraumhünen Butzek und Wergen mal offensiv erfolgreich angegangen, dann schlugen die „Flitzer“ aus dem Nordkreis wie Janssen, Voss und Stracke zu.

Schon in Halbezit eins verlor die HSG nach dem 2:3 (4.) und 7:8 (19.) endgültig den Kontakt, weil sie sich viele technische Fehler in der Offensive leistete und es nie schaffte, die starke 6:0-Deckung der Gäste in Seitwärtsbewegung zu bringen. Nicht einmal, als der ausschließlich defensiv eingesetzte Hünnes wegen dritter Zeitstrafe (Unbeherrschtheit nach der zweiten Strafe, 29.) früh disqualifiziert wurde. Da freilich war der Gast bereits auf 16:9 davongezogen.

Auch „Notmaßnahmen“ Schnipperings nach Wiederbeginn mit doppelter Manndeckung gegen Butzek und Max Wergen, phasenweise gar drei Manndeckern griffen nicht. Immerhin: Wenigstens offensiv legte die HSG, die vom Publikum trotz der schwachen Vorstellung lautstark unterstützt wurden, zu, Weichelt fand nun ebenso Lücken wie Hurlbrink. Dennoch, alle Reaktionen der Gastgeber fruchteten nicht: Die DJK spielte förmlich mit den Bergstädtern Katze und Maus, war haushoch überlegen und ist mit Sicherheit ein echter Titelkandidat.

Ausgesprochen unschön und vor allem auch angesichts eines hohen Rückstands doppelt sinnlos: HSG-Co-Spielertrainer Felix Kroll leistete sich auf dem Feld einen Frustschlag gegen Wergen und sah zu Recht die Rote Karte.

HSG:  Kämmerer (1.-24., ab 49.) Ferizi (24. - 49.) – Bölling (1), Hurlbrink (7), Füller (2), Plate (2/2), Beckmann (4), Ahmad, L. Weichelt (4), Kroll, Lausen (6), Fenner (1), C. Broscheit, Lenz

 DJK:  Sievert, Kampmeier (ab. 52.) – M. Wergen (4/1), Sparenberg, Janssen (7), P. Wergen (3/2), Habrink, Hünnes, Tillmann (2), Stracke (4), Voss (5), Butzek (9)

 Schiedsrichter: Stockheim/Zibirre (Dortmund)

Zeitstrafen:  HSG 4 plus Rote Karte gegen Kroll (Schlagen/47:46) – DJK 7 inklusive Roter Karte gegen Hünnes (28:15, dritte Zeitstrafe)

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