Viererpack entscheidet für die Fath-Schützlinge

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Mitentscheidend für die Wende im Duell der HSG Ldüenscheid gegen den Verbandsligaabsteiger aus Schwitten: Nicals Beckmann traf gegen die Nordkreisler insgesamt seiben Mal.

LÜDENSCHEID - Mit „Verspätung“ hat die HSG Lüdenscheid ihr Punktekonto doch noch ausgeglichen. Was beim enttäuschenden Punktverlust bei Schlusslicht Emst noch daneben ging, glückte der Fath-Sieben durch einen nicht unbedingt einzukalkulierenden 28:24 (12:14)-Heimerfolg über Verbandsligaabsteiger TV Schwitten.

Der freilich hatte den Gastgebern personell in die Karten gespielt, neben dem am Rücken verletzten Knez, der sich auf seine reine Trainerrolle beschränken musste, fehlten auch Luther und Neuzugang Birk, so dass der Gast lediglich auf acht Feldspieler bauen konnte. Gegen diese Schmalspurbesetzung fühlten sich die HSG-Fans auf den gut besetzten Rängenzunächst an das fatale Duell mit den Emstern erinnert: Die Bergstädter kamen gut aus den Startlöchern und legten dank des starken Kämmerer eine Fünf-Tore-Führung (10:5, 20.) vor, die nach der ersten Wechselphase freilich dahinschmolz wie Butter in der Sonne: Nur sechs Minuten später glich Löbbecke für den TVS aus (11:11) und legte gleich das Führungstor nach, das für den Gast um den starken Koerdt und den eins ums andere Mal toll parierenden Kampmeier Basis für die 14:12-Halbzeitführung war.

Nach Wiederbeginn biss sich die HSG mit dem von Trainer Fath immer wieder geforderten Herz und Leidenschaft ins Spiel zurück, war beim 16:17 (Schlippe, 38.), 17:18 (Luft) oder 18:19 (Beckmann) trotz Kämmerers unglücklichem Eigentor drauf und dran auszugleichen, ließ aber einige gute Chancen liegen. Doch Beckmanns Dynamik und Willenskraft, die Treffsicherheit beim „Doppelmarathon“ von Voss, der mit der Partie in der Reserve insgesamt gut 105 Minuten auf dem Parkett stand, und der Biss in der Deckung sorgten langsam aber sicher dafür das die Partie zugunsten der Gastgeber kippte.

HSG-Fans feiern Team mit Standing ovations

Dass auch die Unparteiischen Michalski/Ott im Zweifelsfalle häufiger pro HSG entschieden, brachte den Gast auf die Palme und aus dem Rhythmus. Eine Bankstrafe, die sich TVS-Coach Knez durch sein beständiges Meckern einhandelte (54.), hauchte der Fath-Truppe zusätzliche Kräfte ein. Nach dem 20:21 (47.) von Koerdt platzte der Knoten: Voss (2), Beckmann und Schlippe per Gegenstoß legten einen entscheidenen Viererpack zum 24:21 hin. Die HSG drückte jetzt aufs Tempo, dem Gast gingen Kondition und Konzentration verloren, Beckmanns 28:22 feierten die Fans schon im Stehen.

Jörg Hellwig

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