Heimdebakel für die HSG Lüdenscheid

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Gegen die offensiv agierende Arnsberger Abwehr um Berghoff (links) und Erk tat sich Lüdenscheids Falk Baberg trotz seiner fünf Tore schwer. Im Vordergrund: Kreisläufer Sören Miossec.

LÜDENSCHEID - Nichts war mit mit der Kraft des Siegeswillens, der Berge versetzt: Beim 24:33 (13:17)-Heimdebakel der HSG Lüdenscheid gegen den um den Ligaverbleib kämpfenden TV Arnsberg wog die lange Ausfallliste der Bergstädter zu schwer, stand sich der Gastgeber mit schwacher Tagesform im Weg.

Die Personalprobleme bleiben an der Fath-Sieben haften wie gutes Harz: Zu Ausfällen der verletzten Weigt, Schlippe und Kämmerer sowie des gesperrten Füller gesellte sich am Samstag kurzfristig auch noch der beruflich verhinderte Paetz. Da auch Miossec noch an den Folgen einer leichten Gehirnerschütterung litt, hatte die HSG erhebliche Probleme im Deckungszentrum. Vor allem auch, weil Gästecoach Heinz Thomanek die HSG mit schneller Mitte und Erk als zum Kreis auflösenden Mittelmann überraschte, der jede Menge Platz für Grote schuf. Dieser ließ HSG-Cotrainer Prumbaum im Tor früh verzweifeln, zumal auch der wurfgewaltige Nöh immer wieder Lücken auf halblinks fand. Folgen: ein 4:8-Rückstand und Auszeit durch Fath.

Zwar stand die HSG mit dem eingerückten Beckmann gegen Grote besser, aber Bölling hatte Probleme mit Nöh, so dass die Aufholjagd der HSG zum 7:9 (15.) nur von kurzer Dauer war. Beim 8:12 (19.) kam ein mehr als ordentlicher Kapp – 13 parierte Würfe – ins Tor. Er, vereinzelt gute Szenen Babergs und Beckmanns, aber auch Umstellungen beim Gast, dazu der erneut gut aufgelegte Opitz sorgten mit dem 13:13 (24.) für Hoffnung. Doch Arnsbergs Auszeit und Rückkehr zur bewährten Taktik führten schnell zum 13:17.

Und auch nach Wiederbeginn geriet der Gast mit seiner offensiven Abwehr auf die Rückraum-Individualisten der HSG nicht mehr in Gefahr, obwohl die HSG – zu spät, aber wohl dem vorangegangenen Einsatz in der „Zweiten“ gestundet – mit Adam einen Routinier in den Innenblock brachte, der sich Respekt verschaffte. Doch nach dem 16:20 (42.) brachen alle Dämme. Auch wenn der Hausherr mit Entscheidungen der Schiris haderte: An denen lag es nicht, dass Trainer Fath auf der Bank verzweifelte. Ballverluste im Angriff um den schwachen Voss ermöglichte dem TVA einen 6:0-Lauf zum 26:16 (50.). Letzte Versuche der Ergebniskosmetik mit offener 3:3-Deckung gingen allein aufgrund von Fehlinterpretationen der HSG ins Leere. Jörg Hellwig

HSG: Prumbaum (1.-19.), Kapp (ab 19.) – Bölling (2), Luft, Bieker, Baberg (5), Beckmann (6), Opitz (4), Adam (3), Voss (2/1), Miossec (1), Gruber (n.e.), Lausen (n.e.), Czekalla (1)

TVA: Ehrnsperger, Eberhard (n.e.) – Bartenstein (2), Balkenhol, Grote (8/2), Nöh (7), von Künßberg (1), Erk (2), Erpeling (2), Ruhrmann (7/3), Blanke (1), Berghoff (3)

SR: Binder/Schwarzer (Halver/Kierspe)

Zeitstrafen: HSG 5, TVA 4

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